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FEUERSEELE - Erntezeit

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Artist FEUERSEELE
Title Erntezeit
Homepage FEUERSEELE
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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7.1/10 (18 Bewertungen)

Nach vielen Konzerten auf etlichen Bühnen (u. a. BURGFOLK 2012) stellen die sechs Musiker aus und um Mönchengladbach ihr Debütalbum vor. Die Fans mussten lange warten, doch nun knallen bereits seit einigen Wochen die rockig-metallenen Tracks durch Kopfhörer und Ohren. Ironisch-kritische Texte finden genauso Verwendung (z. B. in der Geizgeilheit von „Ego“) wie besinnlich-nachdenkliche („Erntezeit“) und satirisch-humorvolle („Verfluchte Karibik“). Dröhnende Bässe und Schlagwerk, leadgeführte Gitarren, zarte Flöten, Dudelsack, Gesang mit knarrender Stimme. Alles, was eine Band, die sich dem Mittelalterrock verschrieben hat, benötigt. Nicht umsonst spielten FEUERSEELE bereits als Support für NACHTGESCHREI und LETZTE INSTANZ.

„Kein Sonnenstrahl“ schlägt als Opener sofort mit seinen dröhnenden Bässen und zeigt an, in welche Richtung es auf diesem Album geht. SCHANDMAULmäßig wird der Text wie eine Hymne zelebriert. Stillsitzen ist nicht. „Mutter“ ist ein stetig rotierender Track mit Hit-Potential, dessen Refrain schnell in den Kopf geht. „Ego“ bringt die immer wieder im Stakkato klopfenden Gitarren. Der Gesang wird von der elektrischen Melodiegitarre untermalt. „Verfluchte Karibik“ spielt unverkennbar auf die Piratengilde des Mittelalters an. Sowohl im rockigen Sound als auch in den Lyrics. Dabei hat die Melodie einen mittelalterlichen Anklang und provoziert Tanzstimmung. Bildet schon mal einen Kreis. Rasant dann „Hetzjagd“. Mit besinnlichen Flötentönen wird der Titelsong „Erntezeit“ begonnen, der weite Strecken immer wieder balladesk auftrumpft, um im Refrain doch wieder auf die Härte des Rock zurückzukommen. Wie ein Tanzlied beginnt mit schnellen Rhythmen der Sackpfeife der „Fiebertraum“. Mit Geigenklängen und der gebrochenen Stimme ruft der „Tango“ Erinnerungen an die Ostrocker CITY wach. Schnell und ungebrochen stampft der Soundteppich bei „Krieg der Blicke“ durch die Ohren. „Fetisch II“ gibt abschließend im Tempo nicht nach.

Ein schnelles, rockiges Mittelalteralbum, bei dem die ganz sanften Balladen fehlen. Für Leute, die „harte“ Mittelaltermusik mögen, ist dieses Album genau richtig.

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