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FIDDLEHEAD - Between The Richness

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Artist FIDDLEHEAD
Title Between The Richness
Homepage FIDDLEHEAD
Label RUN FOR COVER RECORDS
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FIDDLEHEAD – das klingt im ersten Moment nach irischer Fidel-Glückseligkeit zum Mitgrölen nach ein paar Gläsern Alkohol der Wahl. Nun wurden die Songs des 2018er Debüts „Springtime & Blind“ von FIDDLEHEAD tatsächlich von den Fans mitgesungen – allerdings weniger ausgelassen, sondern auf eine sehr verzweifelte Art, was jedoch durchaus zum Thema der Platte passte, denn der Sänger Patrick Flynn (HAVE HEART) hat sich in den Songs mit dem Tod seines Vaters (aus der Sicht seiner Mutter) auseinandergesetzt. Eigentlich sollte es gar kein zweites Album der Post-Hardcore-/Post-Punk-/Emo-Supergroup aus Boston geben, aber Pat versammelte dann doch wieder den Drummer Shawn Costa (HAVE HEART), die Gitarristen Alex Henery (BASEMENT) und Alex Dow sowie den Bassisten Casey Nealon, um mit „Between The Richness“ dort weiterzumachen, wo er mit dem Erstling aufgehört hat.

Es geht wieder um den Tod des Vaters, doch diesmal aus der Sicht des Fronters (vgl. den Opener „Grief Motif“) und außerdem hat sich in dessen Leben zwischenzeitlich ne Menge getan: insbesondere hat er geheiratet und ist Vater geworden. Zwei Wochen nach der Geburt seines Sohnes begannen die Arbeiten an den Songs und vielleicht klingt der Sound deshalb nicht mehr ganz so schmerzlich, sondern wie etwa bei „Joyboy“ durchaus positiv gestimmt. Das finale „Heart To Heart“ bringt eine ganz besondere Emotionalität mit, denn es soll seinem Filius erklären, was es bedeutet, tiefe Freude und lebensverändernden Verlust gleichzeitig zu erleben. Zugleich gibt es kraftstrotzende Stücke wie „Million Times“ und hymnische Melodien mit viel Drive (z.B. „The Years“, „Down University“, „Get My Mind Right“), die beweisen, dass sich FIDDEELHEAD in der Zwischenzeit nicht haben unterkriegen lassen.

„Between The Richness“ steckt immer noch voller Melancholie, ist aber mindestens ebenso lebensbejahend und vorwärtsgerichtet. „Life Notice“ ist dabei so etwas wie das Leitmotiv des Silberlings, der es sich zur Aufgabe macht, die Toten und das Leben zu ehren. Oder wie es Patrick Flynn lautstark kundtut: ‚Gloriam mortuis – gloriam vita.‘ – gut gebrüllt, Mr. Flynn!

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