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FIDDLER’S GREEN - Sports Day at Killaloe

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Artist FIDDLER’S GREEN
Title Sports Day at Killaloe
Homepage FIDDLER’S GREEN
Label DEAF SHEPHERD
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.6/10 (16 Bewertungen)

„Hurray, hurray, today it’s sporting day!“

Vorweg sei gewarnt: Wer nicht damit rechnet, dem wird gleich zu Beginn nach dem Einlegen der Scheibe der Sessel oder Hocker oder sonst was unterm Allerwertesten weggerissen. Nur gut, dass ich die Band und deren Musik schon kannte. So war ich beim Einlegen vorbereitet und freute mich bereits darauf, als ich sie aus der Hülle holte. Wer irische Folklore kennt, der weiß, dass die meisten Lieder tanzbare Musik sind. Das ist auch bei Irish Speedfolk nicht anders, dem Musikstil, den sich die Fiddlers nun schon seit beinahe zwanzig Jahren auf die Shirts geschrieben haben. Wie der Name, der von den Fiddlers geschaffen wurde, schon sagt, handelt es sich um schnelle Folklorerhythmen. Die Folklore wird gemischt mit diversen anderen Musikrichtungen, als da wären Punk, Metal, Rock, Alternative und Reggae. Und das Ganze mit einem rasanten Rhythmus, der einem bereits beim bloßen Zuhören die Puste aus der Lunge treibt.

Passend zum Tempo natürlich der Titel des Albums. Es geht „sportlich“ zu und die meisten der 19 Songs (in Worten: neunzehn!) geben für die gesamte Dauer von einer Stunde ein hohes Tempo vor. Der Unterschied zwischen Eigenkompositionen und Traditionals ist kaum erkennbar. Voller Kraft strotzen solche Songs wie „Bugger Off“, „Life Full Of Pain“ oder „Strike Back“. Sie erinnern an ein Arbeiterviertel in einer etwas größeren irischen (oder auch britischen) Stadt, viel Stimmung, Lärm und dichtes Gewühle in einem engen Pub. Man spürt, wie manch einer einen Ellenbogen in die Rippen bekommt. Ganz anders dann die Atmosphäre beim „Sporting Day“. Hier scheint es kleinstädtisch zuzugehen. Ein Sportfest mit Buden und Girlanden rund um den Sportplatz, die lokalen Vereine sind gegeneinander angetreten. Obwohl fast alle Titel unverkennbar irische Folkmusik repräsentieren, geben sie doch unterschiedliche Stimmungen wider. Überrascht hat mich dann das Reggae-angehauchte „Change“, das in seiner Mischung der Stile ein außergewöhnliches Experiment darstellt, aber für mich sehr gelungen wirkt. Wenn man sich fragt, wie kann sich ein Musiker einen solchen Rhythmus einfallen lassen, dann sage ich: hört Euch die Fiddlers an. Zudem lässt dieser Song mit seinem geringeren Tempo verschnaufen. Auch Titel „7 Drunken Sailors“, ruft eine Stimmung hervor, die einen mitschwingen lässt. Rockig und im Stile deftiger, melodiöser Rockballaden veranlassen „Down By The Hillside“ und „Apology“ eine kleine Verschnaufpause. Zur Mitte und zum Ende des Albums platziert kann man sich entkräftet zurücklehnen, verschnaufen und den wunderschönen Liedern lauschen, bevor es dann erneut mit rasantem Tempo weiter geht (bei letzterem Titel natürlich nur, wenn der CD-Player auf Repeat gestellt wurde, aber wer macht das bei den Fiddlers nicht). Rau, markig und markant die Stimmen von Ralf „Albi“ Albers und Pat Prziwara, die sich beide den Titeln angepasst als Leadsänger präsentieren. Sobald man sich die Musik angehört hat, kann man sich keine besseren Stimmen hierfür vorstellen.

Die CD gibt für die kommende „Sports Day Tour 2009“ eine sehr gute Steilvorlage. Wer sich an den sportlichen Wettkämpfen lieber live beteiligen möchte, der sollte bei einem der bis jetzt VIERZIG Konzerte zum „Sports Day At Killaloe“ in 2009 ausreichend Gelegenheit bekommen. Auch hier geben sich FIDDLER’S GREEN ein rasantes Tempo vor. Seitdem ich die Musik der Fiddlers kenne, weiß ich, dass Irish Folk auch anders funktioniert und dass Folk noch lange nicht tot ist (frei nach „Folk´s Not Dead“). Daumen hoch für diese flotten Jungs und ihre Musik.

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