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FIDDLER’S GREEN - Winners & Boozers

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Artist FIDDLER’S GREEN
Title Winners & Boozers
Homepage FIDDLER’S GREEN
Label DEAF SHEPHERD/ INDIGO
Leserbewertung
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7.2/10 (20 Bewertungen)

Speed und hohe Taktfrequenz sind bei FIDDLER’S GREEN auch nach 23 Jahren ungebrochen. Mit ihrem neuen Werk „Winners & Boozers“ treten sie den Beweis hierfür an. Mit diesem live im Studio eingespielten Album stellen die sechs Herren eindrucksvoll unter Beweis, wie man mitreißende Folksongs unter Strom performen sollte. Mit ihrer 17. Veröffentlichung kehren sie nach dem „besinnlichen“ Unplugged-Teil „Acoustic Pub Crawl“ in die „rockige“ Szene zurück. Vorbei sind die besinnlichen Zeiten. Jetzt geht’s wieder rund. Wer die Deluxe-Version des Albums ersteht, gelangt allerdings in den Genuss einiger Pianoversionen. Hit- und klassikerverdächtig klingen die Songs, bodenständig und voller Power im Lead- und Harmoniegesang. Eine harte und stampfende E-Gitarre (Pat Prziwara), knuffigen Bass (Rainer Schulz) und melodisches Schlagwerk (Frank Jooss) neben den traditionellen Folkinstrumenten Geige vom grünen Fiedler Tobias Heindl, Akkordeon von Stefan Klug sowie Banjo und Mandoline von Ralf „Albi“ Albers.

„We Don’t Care“ holt alles aus den rockigen Tiefen nach oben, was zum Headbangen notwendig ist. „The More The Merrier“ möchte da nicht hinten anstehen. „Buccaneer“ – vinylverkratzt startet dieses Stück mit einem traditionellen Aufmacher. Eröffnet wird die Scheibe in klassischer Manier von „A Night In Dublin”. Ganz auf sanfte Songs wurde letztendlich nicht verzichtet, so lässt der schwermütige Walzer „No Lullaby”, gesungen mit kratziger Stimme, etwas Luft holen. Der Titel klingt so vertraut, als kenne man ihn schon seit Jahren von den DUBBLINERS. „Raise Your Arms” fordert hymnisch dazu auf, mitzutanzen und die Arme hochzureißen. Fast wie ein Cover klingt der Reggae-angehauchte Song „No More Pawn“. Äußerst skurril mit mediterranen und osteuropäischen Einflüssen wird wiederum das (Ave) „Maria“ zelebriert. Die Folk-Geige hat bei dem Instrumental „Blacksmith Reel“ das Sagen. „Don’t Look Back“ scheint der amerikanischen, alternativen Popszene entlehnt und bringt fetzigen Poprock mit melodischen Backgroundvocals. Akustisch wird es dann mit „Into The Sunset Again“, passender Ausklang mit Urlaubsstimmung. Gitarre und Albi in seinem Metier. Gelöste Entspanntheit nach all dem Speed.

Alles in allem wieder ein frisches, spritziges Irish-Folk-Album mit viel Speed, wie es die Fans von FIDDLER’S GREEN gewohnt sind. Erstaunlich, wie traditionell irisch viele Songs klingen, obwohl sie auch Elemente anderer Musikgenres beinhalten und letztendlich von einer deutschen Band (einer der besten hierzulande!) stammen. Sechzehn Songs als Geschenk für die Fans.

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