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FINAL PRAYER - …Best Of Times

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Artist FINAL PRAYER
Title …Best Of Times
Homepage FINAL PRAYER
Label LET IT BURN
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Ja ist denn heut‘ scho‘ Weihnachten? Eigentlich ist das Fest der Liebe doch auch das Fest der Best Of-Alben und B-Side-Copilations, soviel sollte auch in Berlin bekannt sein. Trotzdem entschließen sich FINAL PRAYER ihre Sammlung an rarem Material jetzt zu Veröffentlichen, im Hochsommer. Ein Zeichen gegen den Kommerz, der bei solchen Aktion ja immer auch in der Luft liegt? Oder aber der Wille, seinen treuen Fans auch an Tagen ohne gesellschaftlichen Geschenk-Zwang eine Freude zu machen?

Wie dem auch sei, mit „…Best Of Times“ knallt die vielerorts respektierte deutsche Hardcore Kapelle einen Silberling mit Schätzen aus vergangenen Tagen voll. Den Anfang machen dabei die beiden Hassbatzen „No Witness“ und „Annihilation“ von der Split-EP mit den Kollegen von ALCATRAZ aus San Francisco und beweist damit schon, dass sich der deutsche Hardcore der Truppe bei Leibe nicht neben dem amerikanischen Vertreter zu verstecken braucht. Fans der ersten Stunde wussten das aber natürlich bereits schon vorher und spätestens seit dem Debüt-Album „Right Here, Right Now“, das komplett im Anschluss an die beiden Opener folgt. Hierunter befindet sich mit „Best Of Times“ nicht nur der Namensgeber der Compilation, sondern selbstverständlich feinster Hardcore mit metallischen Anleihen à la HATEBREED & Co. Nicht neu, nicht innovativ, dafür aber ungemein tough und treibend – eben so, wie man es sich als Szene-Freund wünscht. So werden auch lyrisch die altbewährten Thematiken des Genres wie Treue, Zusammenhalt und Widerstand bedient; schließlich gehört man zur Hardcore-Family und regt sich deshalb auch über dieselben Sachen auf. Dabei zieht man konsequent an und punktet hier und dort durch mitreißende Crew-Shouts und gut aufgebaute Breakdowns. Über diese Argumente verfügte man auch schon vor dem ersten Langspieler, was einem die folgenden Klangwerke von der Split-EP mit den mittlerweile nicht mehr aktiven Stuttgartern CRISIS NEVER ENDS ins Gedächtnis rufen. „Everyman My Enemy“, „Self-Esteem Regained“ und „Loyal To None“ präsentiert das Quintett auf ihrem Stand im Jahr 2005, der zu dem Zeitpunkt schon recht beachtlich war, vor allem wenn man bedankt, dass man sich nur knapp ein Jahr zuvor erstmals zusammensetzte. Darum auch ziemlich interessant, dass im Anschluss an die drei Songs die dazugehörigen Demo-Aufnahmen des „1st Round Knock Out“ Demo-Tapes folgen, auf dem es auch noch die Demo zu „Empower“ vom Debüt-Rundling gibt. Dieser fehlt hier genau so wenig wie auch das abschließende „Is Anybody There?“, welches seiner Zeit auf dem „Berlin Hardcore“-Sampler seinen Platz fand.

Somit ist „…Best Of Times“ beladen mit 20 Kompositionen, die über gut 57 Minuten einen Querschnitt aus den Anfangstagen der Berliner Hardcore-Kombo bieten. Eine schöne Zusammenstellung, die ihren Reiz wohl besonderes in der Tatsache besitzt, dass Werke wie die Split mit CRISIS NEVER ENDS oder das Demo-Tape ausverkauft sind und man somit wieder die Gelegenheit bekommt, das entsprechende Liedgut wenigstens auf diesem Wege seiner Sammlung hinzu fügen zu können. Außerdem sei diese Zusammenstellung jedem ans tough schlagende Herz gelegt, der auf HATEBREED, TERROR und Co. steht, sich einfach mit FINAL PRAYER noch genauer vertraut machen will, oder diejenigen, die keinen 5fach-CD-Wechsler besitzen und keinen Bock haben, dauernd zwischen den CDs wechseln zu müssen. Nettes Teil, das man natürlich trotzdem auch zu Weihnachten verschenken darf.

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