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FINDUS - Vis A Vis

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Artist FINDUS
Title Vis A Vis
Homepage FINDUS
Label DELIKATESS TONTRÄGER
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

„Vis A Vis“ ist das inzwischen dritte Album von FINDUS, einer Post-Punk-Band mit Wurzeln im kleinen Kaff Kröss in Schleswig-Holstein und aktuellem Standort in Hamburg. 2005 gegründet, gab man 2009 das Langspiel-Debüt „Sansibar“. Zwei Jahre später folgte „Mrugalla“ und nach unzähligen Konzerten jetzt also der aktuelle Zehn-Tracker, der gemeinsam mit Hauke Albrecht und Torsten Otto im Loktown Studio sowie im Rekorder Hamburg aufgenommen wurde.

Mit ihrem Opener „Alcatraz“ lassen es Sänger Lüam, die Gitarristen Kristian Kühl und Danny Steinmeyer gemeinsam mit Bassist Stefan Kühl und Drummer Timo Meinen zunächst ein wenig ruhiger angehen. Wobei diese Tempo-Drosselung keineswegs bedeutet, dass am Druck gespart wird. Spätestens mit dem Titeltrack „Vis A Vis“ drängt es den Fünfer dann aber auch sowieso sehr straight nach vorn und mit „Nachtwache“ taucht die Truppe ihren Sound in coole Schrammel-Rhythmen, ehe „Buhmann“ den Kopf zum Nicken und die Beine zum Tanzen bringt. In diesem Sinne schließt sich auch das treibende „Laternenlichtschatten“ mit eingängigen Melodien an, bevor „Fremde Schatten“ und „Ein letzter Gedanke zum Tag“ eine Spur rauer daher kommen. „Adam“ schaltet noch einmal einen Gang zurück, um mit dem kritischen „Geld frisst Stadt“ energiegeladen fortzusetzen. Auf der Zielgeraden laden FINDUS ihre Hörer zu einem schwermütigen „Mondspaziergang“ ein, mit dem der Silberling nachdenklich endet.

Der Punk der Anfangstage ist auf „Vis A Vis“ zweifellos unüberhörbar, doch hat sich das Quintett in den vergangenen Jahren auch stilistisch weiterentwickelt und lässt verschiedene musikalische Einflüsse zu. Dazu zählt auch der Einsatz und Blasinstrumenten und die Gastsänger Milo, Sophie Lagies und Jan Plewka wollen wir an dieser Stelle natürlich auch nicht vergessen. „Vis A Vis“ macht Spaß und wird selbst nach mehrmaligem Hören dank des abwechslungsreichen Songwritings keineswegs langweilig. Im Übrigen sollte man auf keinen Fall die April/Mai-Tour verpassen!

 

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