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FINNTROLL - Nifelvind

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Artist FINNTROLL
Title Nifelvind
Homepage FINNTROLL
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Die Trolle sind wieder da. Fast drei Jahre ist es her, dass FINNTROLL ihr letztes und zugleich erstes Album mit dem neuen Sänger Vreth auf die feierwütige Pagan-Gemeinde losließen, nun steht „Nifelvind“ (zu deutsch etwa: Höllenwind) in den Startlöchern. Im Prinzip hat sich auch nicht viel geändert, es wird weiterhin konsequent auf Schwedisch gesungen (dessen Vreth auch tatsächlich muttersprachlich mächtig ist im Gegensatz zu Vorgänger Wilska) und auch musikalisch hat man sich nicht allzu weit vom letzten Silberling entfernt.

Während besagter Vorgänger selbst für den Pagan/ Folk-Bereich relativ düster ausfiel, werden FINNTROLL ihrem Namen diesmal wieder vollends gerecht, eine Rückbesinnung auf die ersten beiden Alben darf man hier ebenso wenig erwarten wie ein eingängiges Werk mit einer Handvoll Hits, wobei „Solsagan“ (die Sonnensaga) oder „Mot Skuggarnas Värld“ durchaus Ohrwurmpotenzial aufweisen. Im Gegensatz, hier wird der typische Mix aus hintergründigen, aber doch erhabenen Keyboardwänden und treibenden Riffs von „Ur Jordens Djup“ konsequent zu einem trolligen Sound weiterentwickelt, was nicht zuletzt auf Kosten jeglicher Melodien geht. So manch einem Fan wird dies sicher etwas gegen den Strich gehen, nicht zuletzt da Songs wie „Trollhammaren“ oder auch das neuere „En Mäktig Här“ eben durch ihre Melody Leine so partyfähig waren, doch hat sich Hauptsongschreiber Henri Sorvali wieder so manch eine Spielerei einfallen lassen, wie z.B. alienhaftige Synthiklänge (füllt sich irgendwer hier an PAIN erinnert?) auf „Under Bergets Rot“ oder „Fornfamnad“ und auch die karibischen Elemente sind bei genauerem Hinhören wieder zu entdecken. Auch Vreth hat sich weiterentwickelt und traut sich auf „Galgasång“ sogar an klaren (natürlich äußerst trollisch klingenden) Gesang heran. Kleines Minus ist dann aber die fehlende Eingängigkeit, hier ist etwa Geduld gefragt, beim dritten Durchlauf sollte das Album dann aber doch zünden.

FINNTROLL zeigen, dass man auch jenseits der melodiereichen Erfolgsformeln ein gutes Pagan-Album abliefern kann, und eben jene, denen das Genre normalerweise zu fröhlich ist, dürften hier durchaus mal ein Ohr riskieren.

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