Band Filter

FIRE IN THE HEAD - Confessions of a Narcissist

VN:F [1.9.22_1171]
Artist FIRE IN THE HEAD
Title Confessions of a Narcissist
Homepage FIRE IN THE HEAD
Label COLD SPRING
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Was für ein übles Cover. Womit hat die Braut das nur verdient? Das Artwork offen in der Wohnung liegengelassen, würde wohl fast jeden Gast verschrecken. Nun gut, die Musik im Player würde wohl für gleiche Reaktionen sorgen. Ach, wir haben es schon nicht einfach als Fans extremer Musik, können wir doch unsere Klänge nur einem erlesenen kleinen Kreise präsentieren.

FIRE IN THE HEAD ist, man erahnt es schon, ein Projekt aus dem Genre Power Electronics, dem man durchaus noch mit einiger Fantasie Anleihen aus dem Punk oder Hardcore abgewinnen kann. Ein noch ruhiger Anfang, doch nach kurzer Zeit scheppert es ordentlich los. Findet sich bei dem Opener „Gag Order“ noch ein leichter Ansatz von Rhythmus, vermisst man diesen auf den verbleibenden Songs völlig. Trotzdem ist “Confessions of a Narcissist” immer wieder für eine Überraschung gut. Das Spiel mit verschiedenen Elementen wird konsequent beherrscht und so brechen aus dem Lärm immer wieder ruhigere Passagen, Samples oder Textstellen hervor. Gelungen ist auch das Stück „Psychotic Underground MK. II“. Nick Blinko, Frontmann der britischen Punk-/ Death Rock-Formation RUDIMENTARY PENI, leiht hier seine Stimme und der Song erinnert, zumindest in kurzen Passagen, an LEONARD COHEN. Klingt unglaublich, ist aber wirklich so. Ansonsten überzeugt FIRE IN THE HEAD auch durchweg mit feinen Strukturen und Akzentuierungen, die das Hören von Power Electronics meiner Meinung nach ja überhaupt erst hörbar machen. Michael Page, der Mann hinter dem amerikanischen Projekt, versteht sein Handwerk, schließlich ist er ja auch nicht ganz neu in der Szene. Seit Anfang des Jahrtausends hat FIRE IN THE HEAD schon zahlreiche Veröffentlichungen herausgebracht. Als weiterer Gastmusiker taucht zudem auch noch Jay Randall, Member der Grindcore-Band AGORAPHOBIC NOSEBLEED, auf.

Die Tracks wurden bereits in den Jahren 2007 und 2008 aufgenommen und bilden den Schluss der „short, sharp, shock vocal tracks“, die Page zugunsten epischer Industrial-/ Ambient-Kompositionen aufgegeben hat. Somit scheint “Confessions of a Narcissist” tatsächlich das letzte Album von FIRE IN THE HEAD zumindest dieser Art zu sein. Da sollte man doch zugreifen… und das Cover nicht zu offen liegen lassen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu FIRE IN THE HEAD