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FIREWIND - Allegiance

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Artist FIREWIND
Title Allegiance
Homepage FIREWIND
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Bei Century Media unter zu kommen, war wohl das Beste, was FIREWIND passieren konnte. Die bis dato recht unbekannte griechische Band feierte 2005 ihr Label-Debüt mit dem zu recht positiv bewerteten Album „Forged by fire“. Griechenland ist eh nicht besonders reich gesegnet mit aus der Masse hervorstechenden Metalbands – und selbst bekanntere Acts wie ROTTING CHRIST lassen zur Zeit ihre Fans ziemlich auf dem Trockenen sitzen. Daher wird es eigentlich einmal wieder Zeit für eine neue Veröffentlichung aus dem sonnenverwöhnten Urlaubsland der alten Götter rund um Zeus und Hades.

Mit ihrer vierten Veröffentlichung bleiben FIREWIND auch weiterhin ihrem Stil treu und benennen ihr Werk dementsprechend auch „Allegiance“. Die Musiker rund um Gus G (dem Gitarristen) haben sich allesamt entschieden, sich der Band voll und ganz zu widmen und haben sich von diversen „Nebentätigkeiten“ verabschiedet. Und das merkt man! Die Mannen gehen mit Spielfreude und viel Intensivität ans Werk und liefern ein melodisches Stück Edelmetall ab, welches wohl das Herz eines jeden Melodic-Metals-Anhängers erfreuen dürfte. Klar, Innovation gibt es kaum noch in diesem Sektor, und so verwundert es auch nicht wirklich, wenn einem das eine oder andere Stück doch irgendwie bekannt vorkommt. So hört sich das Intro von „Falling to pieces“ doch irgendwie nach AC/DCs „For those about to rock“ an, jedoch entwickelt der Song dann immerhin noch Eigenständigkeit. Damit wäre dieser kleine Ausritt dann doch verzeihbar. Mit „Ready to strike“ kommt danach auch ein wirklicher Kracher. Mitgrölrefrains und wirklich gelungene Melodien, Tempiwechsel und ein tolles Gitarrensolo fressen sich im Ohr fest. Das darauf folgende „Breaking the silence“ wird von einer kräftigen Frauenstimme (Tara nennt sich die Dame) getragen und bringt so etwas Abwechslung mit sich. Einer meiner persönlichen Favoriten ist ganz klar „Deliverance“. Mit seinem ruhigen akustischen Intro, ungewöhnlicher Tastenarbeit und dem Hard Rock-lastigen Riffing ist er wohl einer der auffälligsten Songs. Vor allem das marschmäßige Schlagzeug und das Solo sprechen für sich. Mit „Before the storm“ wird sogar komplett auf Gesang verzichtet und beweist, dass ein Song auch ohne Stimme viel Atmosphäre aufbauen kann. Diese erwähnten Titel sind allerdings nur einzelne Beispiele des hier vertretenen Materials. Einen wirklichen Ausfall gibt es nämlich nicht.

Für mich ist dies wohl einer der ansehnlichsten aktuellen Veröffentlichungen in diesem Genre. Die Musiker besinnen sich auf ihre Stärken und legen ein kompaktes Album vor. Dazu kommen ein satter Klang und eine gute Stimmverständlichkeit. Also ein rundherum gutes Paket, welches sich der Genre-Fan auf jeden Fall einmal anhören sollte. Die Mischung aus 80er-Jahre-Rock, aktuellem Metal und einem Hauch Eigenständigkeit ist auf jeden Fall sehr gefällig für die Ohren.

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