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FLESHWORLD - The Essence Has Changed, But The Details Remain

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Artist FLESHWORLD
Title The Essence Has Changed, But The Details Remain
Homepage FLESHWORLD
Label THIS CHARMING MAN RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Im polnischen Krakau befindet sich die Homebase der Post-Hardcore-Metal-Kapelle FLESHWORLD. Ursprünglich ist die Band 2010 als Elektro-Post-Rock-Duo gestartet, inzwischen zählt die Combo fünf Mitglieder. Namentlich Tytus Kalicki, Jakub Leszko, Mateusz Szczurek, Szymon Luczynski und Kacper Pólchlopek. Im Laufe der Zeit ist die Mucke der Herrschaften deutlich heavier und aggressiver geworden. Mit den Schlagworten „noisy, unpleasant, melodic, sludgy, post-hardcore“ katalogisieren die Jungs den Sound auf ihrem zweiten Longplayer „The Essence Has Changed, But The Details Remain“ selbst und treffen es damit ganz gut.

Auf jeden Fall wird bereits mit dem dramatisch anmutenden Opener „The Map“ deutlich, dass FLESHWORLD ziemlich angepisst sind. Gefangene werden nicht gemacht und stattdessen böse geshoutet und die Gitarren zum Jaulen gebracht. Das nachfolgende „Out of Contest“ kommt ebenso brachial wie geheimnisvoll daher, bevor „The Essence Has Changed“ nicht nur Tempo macht, sondern auch ein gewisses melodisches Grundgerüst mitbringt. Dafür geht „The Ontologist’s Nightmare“ alsbald in die noisigen Vollen, ehe „The Details Remain“ leisere Töne anschlägt. Dies ist natürlich relativ – massentauglich werden die Polen damit noch lange nicht, aber das dürfte auch kaum das Ansinnen des Quinetts sein. Was sich hinter „75°05’59.0″S 123°19’56.0″E“ verbirgt? Nun, wir haben es hier mit den Koordinaten der Forschungsstation Dome C in der Antarktis zu tun und des Weiteren mit einem Song, der über weite Strecken instrumental angelegt ist und es insgesamt ruhiger angehen lässt. Dafür gibt die zweite Singleauskopplung „Currents And Tides“ noch mal ordentlich Gas und beschließt das Album auf diese Weise äußerst energiegeladen.

Der Rausschmeißer ist für meinen Geschmack dann auch der stärkste Song auf „The Essence Has Changed, But The Details Remain“, denn hier bündeln FLESHWORLD ihre Kernkompetenzen auf kurzweiligen rund acht Minuten. Vereinzelte Melodiebögen treffen auf derbe Noise-, Sludge- und Math-Brocken, die dem Hörer mit metallischer Wucht und kehligem Gebrüll entgegengeschleudert werden. Nichts für zarte Gemüter, aber eine klare Empfehlung für Genre-Fans!

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