Band Filter

FLINT GLASS - Nyarlathotep

VN:F [1.9.22_1171]
Artist FLINT GLASS
Title Nyarlathotep
Homepage FLINT GLASS
Label FUNKWELTEN
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Die French Connection schlägt wieder zu: In Zusammenarbeit mit Brume Records erschien vor kurzem bei dem Chemnitzer Funkwelten Label das zweite Album des Franzosen Gwenn Tremorin a.k.a. FLINT GLASS. Bereits der Vorgänger „Hierakonpolis“ konnte gute Kritiken einfahren und auch hier stehen die Vorzeichen nicht schlecht. Schon die äußere Aufmachung im Digipak mit mehreren Hochglanzfotos, die verschiedene graphisch bearbeitete, vereiste Tropfsteingebilde zeigen, kann beeindrucken. Und auch das musikalisch umgesetzte Konzept ist nicht minder interessant.

Denn wie der kundige Thebaner schon am Albumtitel „Nyarlathotep“ erkennen wird, haben hier die Novellen von H.P. Lovecraft und der von ihm darin begründete Cthulhu-Mythos eine prägende Rolle gespielt. Die entsprechenden Erzählungen beruhen auf der Fiktion, dass der Mensch im Universum keinerlei Bedeutung oder Nutzen hat und das All von einer Vielzahl gottgleicher Wesen beherrscht wird. Nyarlathotep ist einer dieser Gottheiten, er personifiziert das allgegenwärtige Chaos. Ebenso wie es hierzu einiger menschlicher Vorstellungskraft bedarf, verlangen auch die auf diesem Thema aufbauenden kalten, elektronischen Klanglandschaften von FLINT GLASS dem Hörer einiges ab. Beste Voraussetzungen also für einen Trip ins Ungewisse…

Dort wird man von einer sehr eigenständigen Mixtur aus Dark Ambient, einigen Industrial-Anleihen und effektbeladener Elektronik erwartet. Im Wesentlichen basierend auf ruhigen, teils obskuren Flächen und Tönen zeichnet sich ein experimentelles, aber durchaus nicht uneingängiges Bild, das seine Lebendigkeit je nach Stärke der Rhythmusgebilde findet und so von wabernden, atmosphärischeren Ausprägungen bis hin zu pulsierenden Beatstrukturen reicht. Im Zusammenspiel mit dem Umstand, dass auf Vocals gänzlich verzichtet wurde, ergibt sich ein intensives Hörerlebnis, das zum Teil bedrohliche, aber auch unwirkliche Züge aufweist.

Vier Remixes, u.a. von AH CAMA-SOTZ, runden die 15 gelungenen Eigenkompositionen schließlich noch ab, so dass man ganze 72 Minuten in die Welt von Cthulhu, Azathoth & Co. abtauchen kann.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

FLINT GLASS - Weitere Rezensionen

Mehr zu FLINT GLASS