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FLORENCE + THE MACHINE - How Big, How Blue, How Beautiful

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Artist FLORENCE + THE MACHINE
Title How Big, How Blue, How Beautiful
Homepage FLORENCE + THE MACHINE
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Wenn man mit Mitte 20 bereits auf rund sechs Millionen verkaufte Alben verweisen kann und die ersten Jahre der Twenty-Something quasi nur auf Tour oder vielleicht noch im Tonstudio verbracht hat, kann es schon passieren, dass man mit dem profanen Alltagsleben normalsterblicher Menschen ziemlich überfordert ist. So ähnlich ist es dann auch Florence Welch ergangen, nachdem sie im Anschluss an die ausgedehnte Konzertreise zu ihrem zweiten Longplayer „Ceremonials“ wieder daheim in Camberwell ankam. Es folgte der Auszug aus dem Elternhaus, sie verliebte und trennte sich – ganz gewöhnliche Sachen halt, die aber irgendwie in ihrem durchgetakteten Popstar-Dasein bislang wenig Platz hatten. Davon erzählt das dritte FLORENCE + THE MACHINE-Album „How Big, How Blue, How Beautiful“ und es ist davon auszugehen dass die ätherische Rothaarige mit diesem Silberling an die massiven Erfolge der beiden Vorgänger anknüpfen wird.

Einen ersten Eindruck vermittelte bereits die Vorab-Single „Ship To Wreck“, mit der die Langrille aufgeräumt und tanzbar startet. Nicht weniger hittig übernimmt die erste Auskopplung „What Kind of Man“, die sich nach ein paar zurückhaltenden, einführenden Akkorden als druckvolle, trotzige und zugleich optimistische Hymne entpuppt. Der Titeltrack lässt sich Zeit, um schließlich mitsamt Bläsern und Streichern zum vollen Bombast anzuschwellen. Keine Frage, dass sich auch diese Nummer ziemlich schnell im Hirn festsetzt, bevor die „Queen of Peace“ mit rhythmusbetonten Melodien, die abermals auf den Dancefloor locken, übernimmt. Derweil schlägt „Various Storms & Saints“ leise Töne an, die es gleichzeitig nicht an Dramatik fehlen lassen, während „Delilah“ unaufgeregt Laune macht. „Long & Lost“ ist ungewohnt reduziert und präsentiert die Fronterin mit so zartem Gesang, wie man es von der Dame kaum kennt. Das tut ihrer enormen Präsenz jedoch keinen Abbruch und absolut hörenswert ist das Lied auch. Gleiches gilt auch für das ruhige „Caught“, das vom temperamentvollen „Third Eye“ abgelöst wird. Voll melancholischer Schönheit schließt sich „St. Jude“ an, bevor mit dem coolen „Mother“ auf der Zielgeraden noch fix der der psychedelische Blues-Wahnsinn ausgerufen wird.

Ein würdiger Abschluss, den Miss Welch und ihre Truppe da abliefern und auch bei den vorherigen zehn Songs gibt’s nicht wirklich was zu meckern. Selbst wenn die Inhalte, die FLORENCE + THE MACHINE auf „How Big, How Blue, How Beautiful“ bearbeiten, erst einmal profaner erscheinen als die bisher thematisierten Fantasiewelten und Methapern, bleiben sich die Briten absolut treu. Dazu gehört erstens, dass Florence Welch weiterhin der unumstößliche Dreh- und Angelpunkt der Band ist und zweitens sind auch beim dritten Streich wieder mehrere angestammte Kreativpartner mit von der Partie. Genannt seinen an dieser Stelle Isa Summers, Kid Harpoon und Paul Epworth, die alle ihren Anteil an Florence’ bisher persönlichsten Liedern haben. War auf jeden Fall eine fruchtbare Zusammenarbeit…

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