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FLORENCE + THE MACHINE - Ceremonials

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Artist FLORENCE + THE MACHINE
Title Ceremonials
Homepage FLORENCE + THE MACHINE
Label ISLAND
Leserbewertung
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8.0/10 (7 Bewertungen)

Florence Welch ist nicht nur eine begnadete Sängerin, die mit ihrem hoch gelobten 2009er Debüt „Lungs” gleich mal eine Punktlandung hinlegte, nein sie hat es auch schon zur Fashion-Ikone gebracht, um die sich die Designer reißen. Jetzt kehrt die Engländerin mit ihrer Band FLORENCE AND THE MACHINE in die Plattenläden zurück. Der aktuelle Silberling hört auf den Namen „Ceremonials“ und macht da weiter, wo der Erstling aufgehört hat.

Es gibt also auch zukünftig bombastische Klanglandschaften, die auf die markante Stimme der 25-jährigen Singer-/Songwriterin treffen. Los geht’s mit dem melodiösen Opener „Only If For A Night“, der vom schwungvollen „Shake It Out” gefolgt wird. Vergleiche mit KATE BUSH werden bei so epischen Songs wie „What The Water Gave Me“ oder „Never Let Me Go“ auch in Zukunft nicht ausbleiben. Rhythmusbetont schließt sich „Breaking Down“ an, um mit „Lover To Lover“ zu ausführlichen Handclaps einzuladen. Der Track ist mit einer guten Portion Soul und Gospel gewürzt und führt direkt zu dem leidenschaftlichen Schlachtruf „No Light, No Light“, mit dem es geschlossen auf den Dancefloor geht. Jede Menge Dramatik versprüht derweil „Seven Devils“ und wer nicht darauf kommt, woher ihm die Pianoakkorde so bekannt vorkommen, möge sich der „Halloween“-Filme erinnern. Ohne große Emotionen geht bei FLORENCE AND THE MACHINE gar nichts – man vergleiche beim opulenten „Heartlines“ und dem nach vorn treibenden „Spectrum“, mit dem noch mal die clubbigen Tanzflächen gefüllt werden. Angesichts aktueller Außentemperaturen von rund 20°C sind wir Anfang November noch weit von Gedanken an Weihnachten entfernt, aber irgendwie erinnert mich der Refrain von „All This And Heaven Too“ an diesen Coca-Cola-Weihnachtsmann-Werbetrack, mit dem uns die braune Brause auf die Feiertage einzustimmen versucht. Dann doch lieber FLORENCE AND THE MACHINE unterm Baum; den passenden hochemotionalen und festlichen Rahmen bringt die Mucke schließlich auch mit. Das gilt in gleicher Weise für das finale „Leave My Body“ bei dem noch mal alle Bombast-Register gezogen werden.

„Ceremonials“ ist ein massives Art-Pop-Feuerwerk, bei dem nicht an musikalischen Prunk gespart wurde. Wenn Florence Welch zu singen beginnt, rückt die Gänsehaut schnell in greifbare Nähe und ihre Instrumentalfraktion versteht es wirklich, einen pompösen Sound zu kreieren, der nicht nur den Gefühlen freien Lauf lässt, sondern auch noch äußerst ausgefeilt daherkommt.

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