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FOMENTO - Either Ceasars or Nothing

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Artist FOMENTO
Title Either Ceasars or Nothing
Homepage FOMENTO
Label CORONER RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Vier Jahre nach der Bandgründung bringen die italienischen Thrash-Deather von FOMENTO ihren ersten Longplayer raus. ‘’Either Ceasars or Nothing’’ heißt das gute Stück und ist zugleich auch als Konzeptalbum gestaltet: eine Art Zeitreise durch die Menschheitsgeschichte zeigt die schwerwiegenden Fehler, die der Mensch auch heute noch begeht. So beschreibt es Fronter Marco Krasinski. Nachdem man durch die erste Single ‘’Kill FashionCore’’ bei Myspace für Aufsehen sorgte, wird man nun in den höchsten Tönen gelobt. Als musikalische Unterstützung greift Josh von TOKILL zum Mikrofon. Man darf sich also sowohl textlich, als auch musikalisch (FOMENTO steht für Anstiftung und das Auslösen von Zwietracht und Gewalt) einiges versprechen.

Und prompt merkt man, dass nicht nur lyrisch planmäßig gearbeitet wurde, sondern dass die Band vor allem das Konzept ‘’Immer-auf-die-Schnauze’’ sehr eingängig verarbeitet hat. Ein knisterndes Intro, ein gebrülltes ‘’The die is cast’’ läuten den gleichnamigen Titel ein. Von 0 auf 100, ohne große Einleitung hauen die vier Italiener drauf los. Aggressives Thrash-Riffing, donnernde Drums und ein wummernder Bass machen ordentlich Dampf und nach einem kurzen Breakdown geht die Gruppe mit noch mehr Brutalität ran. Sänger Marco geht keine Kompromisse ein und schreit die Textzeilen mit geballter Ladung nach draußen. Man hört bei der Gitarrenfraktion klare Anleihen an alte Thrash-Größen wie SLAYER oder TESTAMENT, doch das, was am Ende bei FOMENTO herauskommt, klingt nach modernem Thrash-/ Death-Metal à la LEGION OF THE DAMNED, HATESPHERE oder THE HAUNTED, und das mit mindestens genausoviel Brutalität. Kurzweilige Soli machen das Ganze noch weitaus energischer und metallischer. Nach dem grandiosen Opener geht es ähnlich kräftig weiter. Titel wie ‘’Pandora’s Box’’, das mit viel Klampfe und präzisem Drumming wieder den dicken Thrash-Stempel aufgedrückt bekommt, oder das (wie eingangs schon erwähnt) zuvor als Single auf Myspace erschienene ‘’Kill FashionCore’’ lassen die Abrissbirne mächtig durch die Gegend kreisen. Auch Hardcore ist den Jungs dabei nicht fern, denn dicke Breakdowns und eine unheimliche Stimmgewalt des Frontmanns bilden einen bedeutenden Teil der Songstrukturen. Herrlich brutal geht es auch bei den nächsten Songs zu. Das Core-lastige ‘’Welcome to the Brotherhood’’ oder die Mid-Tempo-Nummer ‘’The End of the Republic’’ schlagen wieder gewohnt hart zu. Zwischendurch gönnt man sich kurze Pausen, lässt den Bass ein paar tiefe Töne alleine klackern, um anschließend wieder in die Vollen zu gehen. Wie ein roter Faden zieht sich hier die pure Härte durch alle Songs hindurch. Anstatt das Album dann ruhiger ausklingen zu lassen, zündet das letzte Stück ‘’Burial at see’’ nochmal richtig derbe. Wie im Endspurt wird hier von allen alles gegeben, so dass man den Zuhörer nach einer halben Stunde mit einer Gitarrenwand und Soli-Gefrickel gepeinigt entlässt.

FOMENTO haben ihre Musik nicht neu erfunden. Die Riffs hat man irgendwo schonmal gehört, da das Genre von Bands ja auch nur so sprudelt. Von überholtem Einheitsbrei kann hier trotzdem nicht die Rede sein. Mit ‘’Either Ceasars or Nothing’’ liefern die Italiener ein solides Metal-Album ab, das gekonnt Elemente ‘’traditioneller’’ Bands mit moderner Härte und Brutalität vereint und anderen Genrevertretern in keinster Weise nachsteht. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Bands wie HATEBREED, CHILDREN OF BODOM oder WALLS OF JERICHO vom Schaffen der Band begeistert sind. Die ‘’anti-emo war machine’’ ist auf dem Vormarsch, getreu dem Motto: ‘’Fertig machen, Szene putzen’’. Sehr interessant für jeden modernen Metalhead!

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