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FOSTER THE PEOPLE - Supermodel

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Artist FOSTER THE PEOPLE
Title Supermodel
Homepage FOSTER THE PEOPLE
Label SONY
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8.0/10 (1 Bewertungen)

2010 lieferte Mark Foster (Gesang, Gitarre & Keys), der Kopf hinter FOSTER THE PEOPLE, gemeinsam mit Cubbie Fink (Bass & Gesang) und Mark Pontius (Drums) den Sommerhit, der wirklich aus so ziemlich jedem Auto schallte: „Pumped Up Kicks“ machte das 2009 gegründete Trio mithilfe des Internets weltweit bekannt und hatte großen Anteil an bislang mehr als zwei Millionen verkauften Alben, neun Millionen Singles und drei Grammy-Nominierungen. Jetzt legt der Indie-Elektro-Pop-Dreier mit „Supermodel“ nach und beweist, dass wir es bei den Wahl-Kaliforniern keinesfalls mit Eintagsfliegen zu tun haben.

„Are You What You Want To Be?“ fragen die Jungs im gut gelaunten Opener, bevor „Ask Yourself” im Claphand-Modus ein wenig nachdenklich daherkommt. Die Vorab-Single „Coming of Age“ verbindet knackige Gitarren mit schwelgerischen Keys und mehrstimmigem Gesang, während „Nevermind“ leisere Töne anschlägt und „Pseudologia Fantastica“ mit viel Bombast und Falsettgesang fortfährt. Nach einem kleinen A-cappella-Intermezzo namens „The Angelic Welcome“ bitten die Herrschaften mit „Best Friend“ auf dem Dancefloor, ehe „A Beginners Guide To Destroying The Moon“ erneut Mr. Fosters Stimme in ungeahnte Höhen schraubt und die Stimmung hebt. „Goats In Trees“ setzt derweil über weite Strecken auf akustische Instrumente und empfiehlt sich fürs lauschige Strand-Lagerfeuer, wohingegen der Elektroniker „The Truth“ noch einmal das große Besteck in die Hand nimmt. Auf der Zielgeraden fangen FOSTER THE PEOPLE mit dem reduzierten „Fire Escape“ eine ganz besondere Stimmung ein, die man sich gut im Zuge einer Studio-Session vorzustellen vermag.

Wobei sich in diesem Zusammenhang die Frage auftut, welches Studio es wohl gewesen sein könnte, denn „Supermodel“ wurde in Marokko, London und an drei Standorten in Kalifornien eingespielt. Mit von der Partie war Paul Epworth, der schon für ADELE, FLORENCE AND THE MACHINE, BLOC PARTY oder auch MAXIMO PARK an den Reglern saß und möglicherweise Einfluss darauf hatte, dass der Zweitling ein bisschen gitarrenlastiger ausgefallen ist als das im Vergleich poppigere Debüt. Das ist nicht unbedingt von Nachteil, wenngleich ein Ohrwurm wie das besagte „Pumped Up Kicks“ (das sich übrigens mit jugendlicher Waffenmanie beschäftigt) leider nicht mit am Start ist.

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