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FOUR LETTER LIE - What a terrible thing to say

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Artist FOUR LETTER LIE
Title What a terrible thing to say
Homepage FOUR LETTER LIE
Label VICTORY RECORDS
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Zwar sehen sie aus, als hätten sie gerade die erste Intimrasur hinter sich, aber die Jungs von FOUR LETTER LIE haben es faustdick hinter den Ohren. Seit 2005 permanent am touren, waren sie u.a. schon auf der Warped-Tour vertreten und konnten mit ihrem Erstling „Let your body take over“ 2006 einen Achtungserfolg erzielen. Der Screamosound der Jungs aus Minneapolis ist dynamisch aggressiv und baut ebenso auf harte Moshparts wie melodische Gesangssequenzen, was sie ziemlich schnell bei Victory Records landen ließ.

Dass man massenkompatibel ist, beweisen man auch mit dem zweiten Longplayer „What a terrible thing to say“. Da finden sich geklaute Versatzstücke von UNDEROATH, ALEXISONFIRE, FALL OUT BOY und scheinbar beliebigen anderen Screamobands wieder. Dass die Band durchaus Potenzial hat, eigenständig zu sein, beweisen die Jungs leider zu selten. Fängt schon beim Cover an, welches sowohl an FAITH NO MORE oder wahlweise RHCP denken lässt und setzt sich ausnahmslos auf der CD fort. Zwar bestechen die Übergänge von den aggressiven Shouts zu den melodischen Gesangsparts mit wohlgetimtem Einsatz, hat man aber alles bei obengenannten Kandidaten schon mal gehört. „Nothing but a ghost“ bringt seine knackige Hook in die Eingängigkeitsschusslinie, bei „It’s coming this way“ ist es eben das disharmonische Noisecore-Gebalze, welches Aufmerksamkeit auf sich zieht, bevor „A place called further“ mit einem aus dem Nichts kommenden Gesangspart für Freude sorgt. Ganz schön ins Zeug haben sie sich gelegt und die besten Zutaten von den „Großen“ abgeschaut. Sogar die obligatorische Ballade ist als triefende Emorocknummer mit Electrogeplucker im Angebot, nur erkennen werd ich FLL damit sicherlich nicht mehr, im scheinbar endlos großen Pool der Nachwuchs-Screamer.

FOUR LETTER LIE sind die jungen Wilden für die großen Jungs. Energische, schweißtreibende Musik mit BRAVO-lastigen Gefühlen. Ja, man schreit und kotzt sich über die Liebe, Ex-Freundinnen, betrogene Freundschaften und all den anderen Gefühlswirrwarr aus, den andere einfach im Alkohol beerdigen. Das haben FOUR LETTER LIE allerdings auch schon auf ihrem Debütalbum getan, klingt fast so, als würden Sie sich schon selbst kopieren.

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