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FOXYGEN - …And Star Power

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Artist FOXYGEN
Title …And Star Power
Homepage FOXYGEN
Label JAGJAGUAR
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Schublade gefällig? Punk? Neo-Folk? Singer/Songwriter? Neo-Psychedelica? Indie-Alternative-Lo-Fi-Pop? Suchen Sie sich was aus, wird schon passen, denn FOXYGEN servieren mit ihrem Doppel-Konzeptalbum 24 sehr unterschiedliche Songs mit insgesamt 82 Minuten Musik.

Also bitte alle anschnallen, denn „Star Power Airlines“ machen sich bereit zum Abflug. Man schrammelt sich ein bisschen in Stimmung und wenn dann die gewünschte Reisehöhe erreicht wird, gibt’s mit „How Can You Really“ und „Coulda Been My Love“ zunächst einmal allerliebsten Folk-Pop auf die Ohren. Bevor die Passagiere allerdings drohen wegzudämmern, werden sie mit „Cosmic Vibrations“ wieder ins Hier und Jetzt zurückgeholt und auf einen kleinen psychedelischen Trip eingeladen, der im balladesken „You & I“ mündet. „Star Power I bis IV“ empfiehlt sich im Anschluss als energiegeladener und abwechslungsreicher Trip durch die Seventies, ehe sich „I Don’t Have Anything/The Gate“ seinen Weg nölt und „Mattress Warehouse“ Druck macht. Mit viel Schwung schließt sich „666“ an, ehe „Flowers“ minimalistisch in die Orgeltasten greift und sich auf „Wally’s Farm“ offensichtlich eine Horde spirituell beseelter Aussteiger angesiedelt hat. Möge der „Cannibal Holocaust“ ein böser musikalischer Drogentraum bleiben, der im „Hot Summer“ für verschwitzt zuckende Leiber sorgt.

Auch der zweite Silberling birgt seine verstörenden Momente, wie gleich der Opener „Cold Winter/Freedom“ zu unterstreichen weiß. „Can’t Contextualize My Mind“ wirkt in seiner lasziven Slow Motion da vergleichsweise massentauglich und bleibt es auch mit zunehmender Taktzahl, während es auf der „Brooklyn Police Station“ vermutlich der freien Liebe gefrönt wird. Mit dahin gehauchter Melancholie folgt „The Game“, um dank „Freedom II“ abermals tief in die späten Sechziger/frühen Siebziger abzudriften. Von den leisen Anfangssequenzen, die „Talk“ eröffnen, sollte man sich nicht täuschen lassen, hier rappelt es noch reichlich strange im Karton, um dann zur smoothen Erkenntnis „Everyone Needs Love“ zu kommen. „Hang“ komplettiert das Ganze mit ausgewählten Retro-Sounds, dann ist das Ziel auch schon erreicht und die Lehnen müssen wieder in eine aufrechte Position gebracht werden.

Wobei „…And Star Power“ nicht unbedingt eine Platte ist, die man zum Kuscheln auf dem Sofa hört. Dazu sind die musikalischen Experimente, die immer mal wieder eingeflochten werden, zu gewagt. Das macht das Ganze aber auch spannend und abwechslungsreich. Leichte Kost sieht bestimmt anders aus, sperrig sind die Songs dennoch nicht. Ein durchaus ausgewogener Mix mit vielen Überraschungen aus dem Hause FOXYGEN.

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