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FRAGMENTS OF UNBECOMING - The Everhaunting Past: Chapter IV – A Splendid Retrospection

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Artist FRAGMENTS OF UNBECOMING
Title The Everhaunting Past: Chapter IV – A Splendid Retrospection
Homepage FRAGMENTS OF UNBECOMING
Label CYCLONE EMPIRE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die deutschen Todesmetaller von FRAGMENTS OF UNBECOMING darf man sich als begeisterte Schweden Urlauber und IKEA Möbelaufbauer vorstellen. Zumindest ihre liebste Musik kommt ganz klar aus dem hohen Norden. „Swedish Styled Death Metal” nennen das mittlerweile die ganz coolen Szenegänger und auch die Promoabteilung von SureShotWorx, die sich liebevoll um die Scheibe kümmert.

Schwedentod also. Da sind sicherlich angesichts der riesigen Tradition dieser fröhlichen Musik im Land der Elche einige weitere Worte angebracht. FRAGMENTS OF UNBECOMING sind Epigonen der zweiten Generation. Als erster, wichtigster und nie aus den Augen zu verlierender Einfluss sind die famosen AT THE GATES zu nennen (R.I.P.). Sonderlich originell ist das zwar nicht, aus meiner Sicht kann man sich aber deutlich schlechtere Vorbilder suchen. Songwriting bedeutet also zunächst einmal hohes Tempo in der Rhythmusfraktion, tiefer gelegte Gitarren, die oft leichte Harmonien schon im Strophenteil andeuten, dazu ein röhrender Elch am Mikro. Wer hier auf Klargesang im Refrain wartet, wie ihn uns Death Metal Vortäuscher à la IN FLAMES oder SOILWORK kredenzen, wartet absolut vergebens, ein klares Dankeschön dafür (diese Schlager – Refrains lassen echten Metallern sowieso nur das Motoröl aus dem Zahnstein laufen). Statt dessen nageln uns FRAGMENTS OF UNBECOMING nach dem marschhaften Intro mit „Vast“ direkt ein High Speed Geschoss ans Kinn. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört: kurzer Schlagzeug Wirbel, danach regiert eine schnelle, energische Gitarrenharmonie, die das Schlagzeug höchstens mit Theaterpauke unterbricht, dann röhrt der Sänger, um sich kurz vorzustellen und das Wechselspiel aus Gitarrenharmonie und Rhythmusgehacke mit Mikrogegrunze geht so richtig los. Schönes, kleines Lehrbeispiel das. Überhaupt muss fest gehalten werden, dass sich die Deutschen für die gründliche und liebevolle Kompositionsarbeit ein echtes Sternchen verdienen. Auch im hinteren Teil des Albums finden sich noch echte Perlen wie „ Below All That Is Mortal“ oder das ganz fantastische „Diabolical Monologue“, das sich zu meinem Favoriten entwickelt hat, ein außergewöhnlich spannender und packender Song, der live sicherlich noch die letzten Zähne zieht.

Insgesamt für die Fangruppe der AT THE GATES oder auch EDGE OF SANITY Jünger eine große Empfehlung, FRAGMENTS OF UNBECOMING können an alte Zeiten erinnern, da wird sicherlich die eine oder andere Träne verdrückt werden, verbunden mit dem typischen Metallergedanken: „War et schön damals!“

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