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FRANCESCA BELMONTE - Anima

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Artist FRANCESCA BELMONTE
Title Anima
Homepage FRANCESCA BELMONTE
Label FALSE IDOLS/ !K7
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Hell is round the corner: Wo TRICKY draufsteht, ist auch TRICKY drin. Auf FRANCESCA BELMONTEs Debütalbum taucht Mr. Thaws zwar nur in den Songcredits und nicht auf dem Cover auf, aber dennoch handelt es sich bei „Anima“ um ein waschechtes TRICKY-Produkt. Und das ist genauso ambivalent geraten, wie sein Output der letzten 10 Jahre. FRANCESCA BELMONTE ist im TRICKY-Universum wahrlich keine Unbekannte, hat sie doch bereits beim selbstbetitelten TRICKY-Album „Adrian Thaws“ und bei „False Idols“ mitgesungen. Letzteres ist auch der Name von TRICKYs neu gegründetem Label. Beide Album könnten als eine Art Comeback des Künstlers bezeichnet werden: Erstmals seit längerer Zeit zeigte er sich wieder zugänglicher, Pop-orientiert und abwechslungsreicher. Belmonte geht diesen Weg mit ihren Songs konsequent weiter und führt den Hörer in altbekannte Soundwelten, die jedoch größtenteils bereits vor langer Zeit erforscht wurden.

Die Abgründe sind dabei zwar nicht mehr ganz so tief wie noch vor zehn Jahren, aber ansonsten hat auch „Anima“ alles, was der geneigte Dark-Electro-Hop-Hörer an dem Genre schätzt: säuselnde Vocals, bröselnde Beats und gelegentlich auch des Meisters krächzender Sprechgesang. „Lying On The Moon“ ist so ein Stück, das auch auf „Pre-Millenium Tension“ kaum für einen Bruch gesorgt hätte – und das Album ist immerhin knapp 20 Jahre alt. Und damit kommen wir zum großen Kritikpunkt an „Anima“: Spannend war dieser Genremix in den Neunziger Jahren als MASSIVE ATTACK, PORTISHEAD und eben TRICKY für eine Revolution im Bereich der elektronischen Musik sorgten. Letzterer folgte konsequent seinen ganz eigenen Wegen, die fast immer ein paar Meter neben der Spur des Mainstreams verliefen. Mittlerweile sind diese Pfade etabliert, ausgetreten und fast schon als altmodisch zu bezeichnen. Eher selten bringen sperrige Elemente den Hörer aus dem Konzept. BELMONTE erfüllt also Erwartungen zu 100%, womit ihr Debütalbum im Jahre 2015 zu einem durchaus befriedigenden, wenn auch vorhersehbaren Stück Musik wird.

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