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FRANK AND HIS SKUNK ALLSTARS - Hatred of a Minute

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Artist FRANK AND HIS SKUNK ALLSTARS
Title Hatred of a Minute
Homepage FRANK AND HIS SKUNK ALLSTARS
Label LONG BEACH RECORDS EUROPE
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FRANK AND HIS SKUNK ALLSTARS sind keine normale Band. Auch die Produktion von „Hatred of a Minute“ war nicht normal. Oder ist es normal, wenn 80 Künstler in acht verschiedenen Ländern (USA, Spanien, Portugal, Großbritannien, Deutschland, Italien, Australien und Slowenien) ins Studio gehen, um ein gemeinsames Album aufzunehmen? Während Mastermind Frank Liesener es beim Debüt 2002 noch ruhig angehen ließ und „nur“ 22 Musiker an „Bleeding Hearts and Smiling Faces“ mitarbeiteten, spannt der Mülheimer bei der aktuellen Scheibe sein Netz um die ganze Welt, und genauso multikulturell und Stilgrenzen überschreitend ist auch die Musik, die dabei entstanden ist.

Wer nämlich glaubt, dass es sich bei „Hatred of a Minute“ um eine simple Mischung aus Ska und Punk handelt, wird ganz schnell eines Besseren belehrt. Nach einem kurzen Intro von Frank Liesener startet der erste von 17 Songs mit einem heftigen Bläserset. Dabei überwiegt noch „gewöhnlicher“ Ska, doch hier und da blitzt schon bei „Blur From Clear“ Reggae durch. Das ist ja auch noch nicht weiter gewagt, „Plastic Flowers“ kombiniert das Ganze dann jedoch mit Metal-Akzenten, was sich erst einmal ungewohnt anhört, aber durchaus Laune macht. „Rusty Coins“ geht als Dub durch, klingt dabei irgendwie aber auch durchaus poppig. „This Time“ rockt was das Zeug hält, „Good Enough“ wird hingegen jazzig. Wann hat man das schon mal auf einer Platte von einem Interpreten, wenn man bei 80 Mitwirkenden von einem Interpreten sprechen kann? Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Stile innerhalb eines Songs gemixt werden. So treffen bei „Lose ya Voice“ Reggae, Swing und Rock aufeinander. „Hour Glass“ klingt als hätte GÖTZ ALSMANN zu viel Jamaica Rum getrunken, sehr strange! Rocksteady und Rockabilly sind die Zutaten für den Cocktail, den die ALLSTARS mit „Looking Out“ servieren. Ähnliches gilt für „Stay Behind“. Manchmal sind die musikalischen Einflüsse und Richtungen gar nicht mehr klar zu unterscheiden. „Livin By The Sword“ ist so ein Song. „Demfi Burning“ bringt dann sogar noch HipHop ins Spiel. Und wenn man wie bei „Needle Pin“ denkt, jetzt wird’s mal „nur“ Skunk, kann man sicher sein, dass plötzlich doch noch mal eine Jazz-Einlage kommt. Oder „Method To Madness“ und „Suit Their Taste“: Eben noch Reggae, mogelt sich doch eine Metal-Gitarre unter die Bläser. Zum Ende hin bedankt sich Frank Liesener mit „Falling Through The Sky““ bei allen, die sein ehrgeizige Projekt unterstützen. Und wie könnte er das besser als noch mal alle genreübergreifenden Rhythmen und Melodieführungen zu verquicken? Den Abschluss machen „About Respect“ mit gutem alten Swing, aufgemischt mit Punk Rock und „Calling Inside“, das mal wieder Ska und Rock verbindet und zwischendurch mit Rocksteady etwas zur Ruhe kommt..

Man muss es einfach gehört haben, beschreiben lässt sich dieses musikalischer Cocktail mit den abenteuerlichsten Zutaten nur schwer. Unschwer ist jedoch zu erkennen, dass hier eine Riege von Vollblutmusikern am Werke war. Als da wären die SWING CATS (Gründungsmitglieder des FRANK SINATRA SWING ORCHESTRAS, ehemalige Mitglieder von SUBLIME und PLEASANT PROBLEM, KNOWLEDGEBORN07, DREAD DAZE oder DJ WREX. Als federführende Produzenten sorgten für den Feinschliff Troy Fenton (MEN AT WORK), Eddie Ashworth (SUBLIME, PENNYWISE) Mad Professor (a.k.a Neil Fraser) und Mark Berry (ELTON JOHN, DAVID BOWIE, MIGHTY MIGHTY BOSSTONES). Das Ergebnis ist eine spritzige Momentaufnahme der kreativ-verrückten Ideen des Songwriters und Sängers Frank Leiseners. Ideal für die Strandparty, egal ob in der Karibik oder am Baggersee.

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