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FRANTIC BLEEP - The Sense Apparatus

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Artist FRANTIC BLEEP
Title The Sense Apparatus
Homepage FRANTIC BLEEP
Label ELITIST RECORDS
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Oha so schwere Kost am 2ten Weihnachtstag. Bei Elitist Records, dem „anspruchsvollen“ Earache-Sublabel muss man aber auf alles gefasst sein. Die Norweger FRANTIC BLEEP (willkürliche Wortkombination?) bringen uns mit der Scheibe „The Sense Apparatus“ ihr Debüt zu Gehör. Gegründet im November 2001 konnte bereits ihr erstes Demo „Fluctuadmission“ für Aufsehen sorgen (welches man übrigens umsonst aus dem Netz saugen darf). Danach musste zwar der Drummer ausgewechselt werden, aber der Labelvertrag war bereits in der Tasche.

Das Presseinfo regt den Schreiber zu freien Assoziationen bezüglich der Vorbilder an und ich muss da nicht lange nachdenken. Schon nach den ersten Takten muss man unweigerlich an Heroen wie WINDS oder ARCTURUS denken: Eine Kombination aus Aggressivität, Progressivität und cleanem männlichen Gesang. Vertrackte Rhythmen, anspruchsvolles Songwriting, Verweigerung des einfachen Strophe-Refrain-Strophe-Schemas. Das Gitarrenspiel besitzt dabei hin und wieder DEATHige Züge, versucht zudem Atmosphäre und Gegensätze aufzubauen. Bei dem leisen Psychedelik-Part von „Mausolos“ erinnert man partiell an MAIDENs „Ancient Mariner“. Der Vokalist hört auf den unglaublichen Namen Paul Mozart Bjørke, was schon fast ein wenig an Größenwahn grenzt. Neben phasenweise eingesetztem Aggressiv-Geschrei betätigt er sich vor allem im „Simen-Bereich“, will sagen, er kopiert ansatzweise den genialen Ex-ARCTURUS-Frontmann (bewusst oder naturgegeben). Leider kann er ihm noch nicht das Wasser reichen, was Ausdruckskraft und Stimmvolumen anbetrifft, aber für sich gesehen macht er seine Sache schon sehr ordentlich.

Der „Sense Apparatus“ besitzt alle bekannten Vor- und Nachteile des Genres. Aufgrund der Komplexität schwer zugänglich und auch nach mehreren Durchgängen ohne richtigen „Hit“ kann man auf der anderen Seite mit dem schwer avantgardistischen Sound faszinieren. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich in dieser musikalischen Nische nur sehr wenige vergleichbare Acts tummeln. Wer also beispielsweise ULVERs „Themes from William Blake’s…“ zum Frühstück verspeist, wird an dieser Light-Version seine helle Freude haben. Hier könnte auf Sicht etwas Großes heranwachsen, also lassen wir es gedeihen…

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