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FRAZEY FORD - Indian Ocean

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Artist FRAZEY FORD
Title Indian Ocean
Homepage FRAZEY FORD
Label NETTWERK
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„Indian Ocean“ ist die zweite Soloplatte der kanadischen Singer-Songwriterin FRAZEY FORD, die der eine oder andere vielleicht als Mitglied des Country- und Folk-Trios THE BE GOOD TANYAS kennt. 2010 gab’s das Solo-Debüt „Obadiah“, dem jetzt das soulige „Indian Ocean“ mit zehn Songs folgt. Dass es zu dieser gelungenen Melange aus Soul und Folk gekommen ist, liegt auch daran, dass der Filmemacher Robert Gordon eine Dokumentation über die legendären Royal Studios in Memphis gemacht hat und es sich ergab, dass er FRAZEY FORD einlud, dort etwas aufzunehmen. Daraus wurde dann ein ganzes Album – eben „Indian Summer“ – und die sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit AL GREENs Kapelle THE HI RYTHM SECTION.

Davon kann sich der geneigte Hörer bereits beim mitreißenden Opener „September Hills“ überzeugen. Der fluffige Sound geht sofort ins Ohr und Miss Fords bemerkenswerte Stimme tut ein Übriges, um die Sache rund zu machen. In diesem Sinne schließt sich auch das sacht groovende „Runnin’“ an, ehe „You’re Not Free“ mit luftigen, coolen Vocals startet, um schließlich in einem stürmenden Schwall von erregter Orgel und feuriger E-Gitarre zu gipfeln. „Done“ ist eine eindringliche Abrechnung mit einem Lebensgefährten, die in erhabener Schönheit daherkommt, während mit dem perlenden „Three Golden Trees“ meditative, walzerartige Rhythmen für wohlige Schauer sorgen. „You Got Religon“ ist ein herzerwärmendes kleines akustisches Schmuckstück und auch „Season After Season“ schafft es mit minimalistischen Mitteln ganz groß rauszukommen. Mithilfe eines pulsierenden Basses drängt derweil „Natural Law“ nach vorn, bevor sich das leise „Weather Pattern“ feinfühlig des Themas Sterblichkeit annimmt. Mit dem Titelsong „Indian Ocean“ und einem Hidden Track endet der Silberling schließlich wunderbar verträumt und hinterlässt ein nachhaltig gutes Gefühl.

FRAZEY FORDs Stimme klingt wie geschmolzene Butter steht im Promo-Zettel. Nun, wie hört sich geschmolzene Butter genau an? Für meine Ohren bietet sich bei der Kanadierin eher der Vergleich mit zart schmelzender Schokolade an: die Sorte mit einer leichten herben Note, von der man gar nicht genug bekommen kann. Und die HI RYTHM SECTION sorgt neben weiteren Musikern insbesondere mit Orgel und Bläsern für eine instrumentale Begleitung, die ausdrucksstärker kaum sein könnte. Mit „Indian Ocean“ wird das noch junge Jahr 2015 zweifellos mit einem besonderen musikalischen Highlight irgendwo zwischen Memphis-Soul und kanadischem Folk eingeläutet.

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