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FREEKINGFLAKES - s/t

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Artist FREEKINGFLAKES
Title s/t
Homepage FREEKINGFLAKES
Label RED FARM RECORDS
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Diese Jungs machen aber auf dicke Hose! FREEKINGFLAKES, war da nicht schon mal etwas? Ja natürlich die FREAKIN FUCKIN WEIRDOZ und die kamen auch aus Süddeutschland und praktizierten einen ähnlichen Sound (nur noch chaotischer). Wobei das Freisinger Quintett sicher keine Probleme mit Vergleichen hat, denn ihr Presse-Info ist voll davon. Vorliegende selbstbetitelte Scheibe ist das Debüt der Crossover Junkies, die für ihre energievollen Live Gigs in ihrem Wirkungskreis bereits einen guten Namen besitzen. Und ihre Namen tragen die Herren bereits alle seit ungefähr 30 Jahren, wir haben es hier also nicht mit Nachwuchs zu tun. Demnach müsste man die „First Wave of German Crossover“ zu Beginn der 90er schon höchst aktiv miterlebt haben, deren Einflüsse hier unverkennbar sind.

Bands wie MR. ED JUMPS THE GUN, die BLACKEYED BLONDES oder DBASE 5 kommen dem Schreiber in den Sinn, die für ordentliche Untermalung frühreifer Exzesse gesorgt haben. Allerdings sind sie mittlerweile alle tot, musikalisch versteht sich. Und so beruft man sich dann doch lieber auf amerikanische Vorlieber, die zwar ihre Muttersprache deutlich besser intonieren können, aber dafür jedem alternativen Jungspund ein Begriff sein sollten (ich merke gerade, dass der Satz semantisch wenig Sinn ergibt…) Zurück zu den freien „Cornflakes“: Man fährt alles auf, was in diesem Segment en vogue war und ist. Laut-leise Dynamics, fette Riffs und Grooves, Rapping, Geschreie in allen Tonlagen und hin und wieder auch ein gesungener Refrain. Obwohl ich die Texte nicht vorliegen habe, scheint es doch den einen oder anderen Seitenhieb auf die Amis zu geben, womit man bei mir natürlich Pluspunkte sammeln kann. Mit Flo und Olli hat man gleich 2 Sänger/ Shouter/ Rappper (die alten H-BLOCKX lassen grüßen!), die für ordentlich Radau sorgen, obwohl die Anglizismen nicht immer so überzeugend rüberkommen. Auch könnte die Produktion etwas differenzierter sein, aber verzeihen wir das mal bei einem Debüt. Dafür kommt bei Tracks wie dem Opener „Schlauchboot“ (!?) oder dem stark RATM-infiziertem „Big Train“ richtig Stimmung auf. Andernorts werden ein paar FAITH NO MORE-Harmonien oder RHCP-Zitate eingeflochten.

Eine recht anachronistische Scheibe, welche die Rockwelt nicht revolutionieren wird, aber Spaß macht und darum geht es doch letztlich in der Musik! Und da sich in diesem Genre nicht mehr allzu viele Kapellen tummeln, könnten die Bayern zu den Hechten im Karpfenteich avancieren. Und wenn nicht, haben sie immer noch ihre dicken Hosen…

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