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FREYR - Nicotine Bunker

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Artist FREYR
Title Nicotine Bunker
Homepage FREYR
Label NETTWERK
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„Nicotine Bunker“ ist das Langspiel-Debüt des in Stockholm lebenden FREYR, der für die Aufnahmen zu dem Produzenten Tyler Neil Johnson nach Vancouver in die Greenhouse Studios gereist ist. Ziel war es, ein Folk-Album zu machen, das nicht die typische Traurigkeit des Genres mitbrächte. Dieser Plan ist allerdings eher nicht aufgegangen, denn die acht Tracks stecken zweifellos voller Emotionen, zu denen auch eine gute Portion Traurigkeit gehört.

Aber das muss ja nichts Schlechtes sein und so startet der Silberling mit dem schwermütigen „Avalon“ auch durchaus vielversprechend. Die Stimme des Musikers mit schwedischen und isländischen Wurzeln hat ein wenig Hall bekommen, die Instrumentierung ist dezent, aber ausgesucht und findet langsam mäandert seinen Weg in die Gehörgänge. In diesem Sinne schließt sich auch „Surveilling Sky“ an, ehe der Titeltrack „Nicotine Bunker“ tatsächlich ein wenig optimistischer und beschwingter daherkommt, während „Permission To Lose“ erneut leise Akustikgitarren und sanften Gesang zum Besten gibt. Die Vocals bleiben auch im Anschluss mit „American Poster“ zart dahingehaucht, doch der Sound nimmt an dieser Stelle nochmals Fahrt auf und bringt Kopf und Fuß in Bewegung. „You Want Love“ heißt es in der Folge mit nachdenklichem Finger-Picking, wohingegen „Modern Ages“ einen Hauch Jazz ins Geschehen bringt. Dies ist nicht so ungewöhnlich, wenn man weiß, dass FREYR Teil des Musikkollektivs LÄKTRÄDET war, bei dem sich Jazzpuristen und Rapper zum gemeinsamen Musikmachen trafen. Das finale „Departure“ ist hingegen wieder eines dieser filigranen Lieder, die vielleicht nicht wirklich traurig sind, aber doch jede Menge Gefühle transportieren.

FREYR sagt selbst, dass seine erste Reise in den pazifischen Nordwesten Amerikas ihm ganz ungeahnte kreative Möglichkeiten eröffnet hat. Diese Inspirationen sind auch in die Songs auf „Nicotine Bunker“ eingeflossen. Die Sehenswürdigkeiten, Gefühle und Klänge dieses Trips haben ihre musikalische Entsprechung auf dem Erstling erfahren und man darf angesichts der sehnsuchtsvollen Melodien wohl davon ausgehen, dass es für FREYR ein sehr bewegender Ausflug über den Atlantik war.

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