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FREYR - Night And Day

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Artist FREYR
Title Night And Day
Homepage FREYR
Label NETTWERK
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„Night And Day“ ist das zweite Album des schwedisch-isländischen Singer-Songwriters FREYR, der 2021 mit „Nicotine Bunker“ sein Langspiel-Debüt gegeben hat. Üblicherweise verbringt der Musiker die Sommer in Island und die Winter in Schweden, im vergangenen Jahr tauschte er Schweden allerdings gegen Deutschland ein und lebte fast fünf Wochen in verschiedenen Airbnbs, um an ersten Songideen zu tüfteln.

Der Plan war, Lieder zu schreiben, die sich jeweils auf einer Seite der musikalischen Trennlinie zwischen Tag und Nacht bewegen. Einerseits die strahlende Sonne und andererseits völlige Düsternis? Nun, grundsätzlich sind die zwölf Tracks schon mal samt und sonders sehr emotional. Mit dem eröffnenden „Man In The Moon“ geht es zunächst wohl einmal aufs dunkle Terrain, jedoch mit einem beschwingten Beat und einer behutsam gezupften Akustikgitarre, die von Violine und Cello begleitet wird. Das klingt in Gänze mehr nach einem entspannten Sommertag als nach schwermütigen Nächten und auch die vielschichtigen Vocal-Arrangements des nachfolgenden „Why Aren’t You Satisfied“ besticht mit einer enormen Dynamik und Lebendigkeit. Auch der Titeltrack „Night And Day“ kommt wunderbar leichtfüßig daher, bevor „Lines In Your Palm“ mit verträumten Melodien übernimmt und „New Chance“ und „Promise“ gar zum Tanzen einladen. Derweil schimmert „Stars“ im Glanz einer leidenschaftlichen Romanze. „Chilling In The Park“ ist eine Momentaufnahme aus dem Leben und gibt den Augenblick wirklich großartig wieder. Die erste Single-Auskopplung „Abandoned Places“ steht für die ‚Night‘-Seite und gefällt mit fantastischem Zwiegesang und einer feinen Instrumentierung, die sich auch beim tiefenentspannten „Roses“ wiederfindet. Auf „Wilderness“ lässt sich FREYR auf ein verletzliches aber lebendiges Hin und Her mit dem Folk-Troubadour AUSTIN BASHAM ein, um schließlich mit dem finalen „Lights Out“ gut gelaunt zu enden.

Der Erstling sollte ohne die Traurigkeit des Folks auskommen, was genauso wenig gelungen ist, wie eine eindeutige Trennschärfe auf „Night And Day“ festzulegen. Zumindest könnte ich die einzelnen Tracks nicht zweifelsfrei Tag und Nacht zuordnen, was aber letztlich auch gar keine Rolle spielt. Die Songs passen einfach zu jeder Tageszeit und stecken voller Gefühl und Spielfreude. Was will man mehr?

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