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FROM CONSTANT VISIONS - Feast with the Beast

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Artist FROM CONSTANT VISIONS
Title Feast with the Beast
Homepage FROM CONSTANT VISIONS
Label ARTIST STATION
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Der Kampf zwischen Gut und Böse wütet bereits seit Anbeginn der Zeit – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Wohl auch deshalb immer wieder ein interessantes musikalisches Thema. Einen weiteren Soundtrack zum Krieg des Lichts gegen die Dunkelheit servieren FROM CONSTANT VISIONS. Nach ihrem 2006er Demo „Crying Is An Art Everybody Knows“ und zahlreichen Konzerten u.a. mit BULLET FOR MY VALENTINE, den EMIL BULLS, FIRE IN THE ATTIC oder auch END OF GREEN melden sich die Münchener nun mit schick bebildertem Longplayer wieder zurück in den Soundanlagen der Schlachtfelder.

„Feast with the beast“ heißt die Scheibe und schmettert dank „Killers on Abbey Road“ gehörig los. Rock’n’Rollsche Treibkraft, punkige Rotzigkeit und alternativer Drive lassen auf der einen Schultern das kleine Teufelchen erscheinen, das einem ins Ohr schreit „Feier ab, du Sau!“, während man auf dessen Gegenstück wohl lange warten kann: das Engelchen hat es nämlich schon vor Wucht von der Schulter geblasen. Darum also keine Gewissensbisse, wenn man zum Sound des Quintetts steil geht; genau darauf hat man es wohl auch abgesehen. Bester Beweis ist da wohl die aktuelle Single „The devil knows your name“. Ohne Rücksicht auf Verluste lässt man da die akustischen Reifen quietschen und dreht voll auf: das flott rockende Gerüst kleidet man mit heißer Saitenarbeit und schmissigem Gesang ein, der dann auch mal in böse Growls umschwenkt oder von Crew-Shouts unterstützt wird. An Facettenreichtum mangelt es FROM CONSTANT VISIONS dabei nicht. Vielerlei Einflüsse aus Rock, Metal, Screamo und Rockabilly vermischen die Jungs dabei zu einem treibenden Alternative-Sound mit teils düsteren Texten im heiteren Gewand. Technisch bietet die Truppe auch einiges auf. Neben dem wandelbaren (an manchen Stellen etwas an PAPA ROACHs Jacoby Shaddix erinnernden) Reibestimmen-Organ von Sänger Alex trumpfen vor allem die beiden Männer an den Gitarren auf; was Amon & Chris da an den Äxten reißen ist wirklich eine Freude. Nette Riffs und tolle Soli schießt man da aus der Hüfte und wertet damit die Kompositionen weiter auf. Ebenso weiß der Fünfer aber auch bei Breakdowns wie im Stück „Could it be you“ zu überzeugen oder man punktet mit Stakkatos in „Sharp 45 Knives“. Liedgut wie das starke „Burning images blowing scenes“ überzeugt mit schön gestalteten Strophen und einprägsamen Refrains, während man durch Titel wie „I am the endboss“ und das darauf einstimmende „Prepare for the endboss sequence“ oder auch „New hymns for heroes“ die erwähnte Thematik nett bedient. Einziges größeres Manko ist, dass während der ingesamt 15 Klangwerke leider schon recht schnell eine Übersättigung einsetzt, da man im Detail zwar Abwechslung bietet, oberflächig dann aber doch recht oft die gleiche Schiene fährt. Da treten dann doch schon bald die ersten leichten Abnutzungserscheinungen auf.

Trotzdem ist „Feast with the beast“ ein wirklich überzeugender Langspieler, bei dem man sich irgendwo zwischen ETERNAL TANGO, den LOSTPROPHETS und durch Nummern wie „Warning“ auch ALEXISONFIRE platziert. Über 47 Minuten bläst wird dem Rezensenten ein frecher Sound um die Ohren, der antreibt und gut zu unterhalten weiß. Wenn es also Hart auf Hart kommen, sollte beim Kampf zwischen Gut und Böse würde ich FROM CONSTANT VISIONS gerne auf unserer Seite wissen.

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