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FRONT 242 - Moments in Budapest (DVD)

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Artist FRONT 242
Title Moments in Budapest (DVD)
Homepage FRONT 242
Label ALFA MATRIX
Leserbewertung
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7.5/10 (4 Bewertungen)

Genau wie keine zwei Jahre zuvor bei „Moments“ hinterlässt auch „Moments in Budapest“ trotz aller Begeisterung einen mehr als faden Beigeschmack bei mir. Im ersten Moment löste die Nachricht einer neuen Live-DVD der von mir verehrten FRONT 242 ein entnervtes „Nicht schon wieder“ hervor. Nachdem ihr „Vintage“ Konzept schon bis zum Erbrechen auf CD dokumentiert wurde, nun das ganze auf DVD. Während sie auf „Catch the Man“ (das letzte Release vor „Moments“) einen Open Air Gig filmten, sehen wir nun ihren ersten Auftritt in Budapest vom 06.12.2008. Da ich 242 live schon immer „Indoor“ bevorzugt habe, gibt das erst mal ordentlich Pluspunkte, ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie nicht wie SKINNY PUPPY auf der DVD „The Greater Wrong of the Right – Live“ den Fehler begehen, die Tonspur hinterher drauf zu ziehen und somit Bild und Ton nicht zusammenpassen.

Ausstattung:

Um ordentlich Kohle „abzuzocken“, hat „Alfa Matrix“ dieses Release wieder in einer schier unübersichtlichen Vielzahl von Varianten veröffentlicht. Diesem Konsumterror habe ich mich diesmal entzogen, habe auf Shirt und Box verzichtet und nur die DVD gekauft, die als überflüssige Gimmicks Postkarte, Metallpin und einen Aufnäher enthält.

Ton:

Zwei Audiooptionen sind enthalten: Linear PCM 2.0. und Dolby Digital 5.1. Da die heutigen AV Receiver auch eine große Auswahl an Soundoptionen haben, gibt es eine Menge zu entdecken. Ich besitze einen Onkyo Receiver, habe standesgemäß mir das Ganze in Dolby Digital sowie dem von Onkyo entwickelten „Studio-Mix“ komplett angehört. Der Sound ist gut und fett, wenn ich aber bedenke, welchen Druck 242 live entwickeln und dass die vor einigen Jahren von Daniel und Patrick veröffentlichte MORF DVD bei selber Lautstärke fast das Haus zum Einstürzen bringt, scheint es fast so, als ob noch mehr möglich gewesen wäre. 

Bild:

Dass 242 wiederum nicht nur eine Band sind, die viel Wert auf den Sound, sondern auch auf das Visuelle legen, sieht man „Moments in Budapest“ dann aber absolut an. Da sie in Budapest in einer etwas größeren Halle spielten, haben sie in Form von rund einem Dutzend Flachbildfernsehern zu der obligatorischen Leinwand im Hintergrund ordentlich aufgefahren. Das Ergebnis ist ein visueller Overkill. Licht, Effekte und Kunstnebel geben ein perfekt abgestimmtes Gesamtbild ab. Ob es nun glühendes Rot mit Stroboskoplicht bei „Happiness“, wabender Kunstnebel bei „Funkahdafi“ oder „Commando“, kalte Farben bei „Take one“ oder „No Shuffle“ ist, alles passt.

Songauswahl/ Show:

Jeder, der schon mal auf einem 242 Konzert war, wird zwar wissen, dass es keine großen Überraschungen bei der Songauswahl gibt, aber das einen voller Einsatz auf der Bühne erwartet und das bei einem Alter zwischen 45 – 55 Jahren, absoluter Respekt. Der Großteil der Songs stammt aus den Achtzigern, aber auch Songs wie „Triple X Girlfriend“, „Load“ oder „Together“ von der „Pulse“ passen mittlerweile perfekt in das Livekonzept. Einziges kleines Manko ist hier, dass der Index mit den 18 performten Songs nicht mit dem Index von 22 Kapiteln übereinstimmt, dass hätte sicherlich besser gelöst werden können.

Extras:

Als Extras ist einmal eine Slideshow mit Fotos vor und während des Konzertes enthalten. Desweiteren noch ein knapp 20minütiges Interview mit Richard, der einige interessante Aspekte der Anfangsjahre, ihrer Auftritte auf verschiedensten Festivals, ihrer Stellung in der Szene und der technischen Entwicklung der elektronischen Musik im Allgemeinen erläutert.

Fazit:

Ganz klar, Pflichtkauf für jeden Fan, hohe Qualität, geile Show, der Ton hätte zwar noch etwas besser sein können und über ihre Veröffentlichungspolitik verliere ich jetzt mal kein Wort.

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