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FRONTLINE ASSEMBLY - AirMech

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Artist FRONTLINE ASSEMBLY
Title AirMech
Homepage FRONTLINE ASSEMBLY
Label DEPENDENT
Leserbewertung
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4.7/10 (24 Bewertungen)

Nachdem vor fast zwei Jahrzehnten NINE INCH NAILS einen Soundtrack für das Computerspiel „Quake“ herausgebracht haben, ergab sich nun für Bill Leeb und Konsorten ebenfalls die Chance, ihre kreativen Ideen für die Vertonung eines Videogames beizutragen, denn James Green, der Entwickler des Spiels „AirMech“, ist seit langer Zeit ein Fan von FRONT LINE ASSEMBLY. So ist sicherlich ein typisches, aber auch ungewöhnliches FLA-Alben entstanden, das eben komplett instrumental gehalten ist. Als ich das erste Mal davon hörte, hoffte ich gleich auf ähnlich epochale Tracks wie z.B. „Sex Offender“ oder „Silent Ceremony“.

Auf allen zwölf Tracks beweisen Leeb und seine Mitstreiter wieder einmal, dass sie ganz groß im Entwickeln von ausladenden Soundteppichen sind. Etwas weniger bissig und aggressiv als übliche FLA-Veröffentlichungen präsentiert sich „AirMech“. Teilweise wirkt das Album/ der Soundtrack wie ein Nachfolger des 2004er Werkes „Civilization“, das sich damals stark am „Neben“ Projekt DELERIUM orientierte. Viele Tracks basieren auf einem ähnlichen Grundmuster und setzen auf ein Wechselspiel „sphärischer Beginn“ vs. „schnellere Parts gegen Ende“, dennoch kommt auf fast dem gesamten Album eine sehr chillige und entspannte Atmosphäre zum Tragen.

Zu den ruhigeren Tracks gehören „Arise“ und der Abschlußsong „Prime Empiricism“. Minimalistisch beginnt „Prep for Combat“, welches sich im Verlauf zu einem unglaublich kalten und emotionslosen Werk wandelt. „System Anomaly“ bietet leicht verspielte Tranceeinflüsse und besonders „Everything that was before“ und „Lose“ erschaffen schier unglaubliche Loops und sich überlappende Beats. Ebenfalls eine geniale Soundstruktur entwickelt „Death Level“. „Pulse Charge“ wiederum präsentiert eine einbringliche Stimmung und sperrige Breakbeats.

Als kleines „Dankeschön“ an FLA und deren Fans gibt es die Möglichkeit, über einen Code spezielle Features zu nutzen und Bill, Jeremy und Co. im Spiel auferstehen zu lassen. Konzeptionell war zwar von vorneherein klar, dass dieses Album nur Instrumental funktionieren kann, dennoch fehlt mir ein wenig der Gesang auf „AirMech“ und ich bin sicher, dass einige Songs damit noch kompletter gewirkt hätten.

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