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FRONTSIDE - Twilight of the Gods

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Artist FRONTSIDE
Title Twilight of the Gods
Homepage FRONTSIDE
Label DOCKYARD 1
Leserbewertung
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Erstmal: Nein, das ist keine Cover-Platte des BATHORY-Klassikers! So, da dies geklärt ist, kann ich ja mein Unverständnis über manche Band-Beschreibungen äußern. Denn wieder mal scheint man entweder die eigene Truppe nicht zu hören oder man will die Jungs absichtlich anderen Zielgruppen interessant machen. So steht als Info z.B. „Europe’s Answer to BLEEDING THROUGH and KILLSWITCH ENGAGE” … Öhm, hallo?

Hört man nämlich “Twilight of the Gods”, wird einem schnell klar, warum gerade u.a. Nergal (BEHEMOTH) nur positives über seine Landsleute zu berichten hat. Denn FRONTSIDE lassen mit ihrem neuen Album eine Death Metal-Salve von der Kette, dass es nur so kesselt. So knallt gleich der Opener „Apocalypse continues“ blast-mäßig in die Vollen und geht dann sehr schön im fetten Mosh-Tempo weiter. Die Riffs rotieren und variieren sehr schön zwischen Speed-Geschrebbel, brachialen Breaks (ok, ok… mit viel guten Willen kann man hier eine leichte HC-Note erkennen) und thrashigen Nackenabschraubungen, Auman wechselt eindrucksvoll von Growls über Kreischen bis hin zu bedrohlichen Spoken Words und sogar der einen oder anderen cleanen Einlage. Und damit haben die Polen auch gleich ihr Patent-Rezept in Sachen Death vorgestellt. So verbinden sie groovige Schweden-Melodien mit ungemein wuchtigen Blast-Passagen und fügen dazu noch ne Menge BOLT THROWER-Gewalze mit ein. Da werden Tracks wie „Burden of Hell“ oder „Messiah Syndrome“ für ein wahres Feuerwerk in den Clubs und vor allem auf den Bühnen dieser Welt sorgen. Einen kleinen Makel gibt es allerdings doch. Kommt der cleane Gesang bei „Burden of Hell“ noch sehr cool, wirkt er bei „We are destined to burn“ recht dünn und bei dem an sich verdammt geilen „Appeal for Forgiveness“ klingt das sanfte Geseier mehr als nur störend. Das sollte man im Auge behalten, nicht dass die Jungs (ähnlich wie bei der letzten CALIBAN) Gefahr laufen, die sehr coolen Songs durch unnötige Gesangsmelodien zu zerstören.

Ohne Frage allerdings ist „Twilight of the Gods (First Step to the mental Revolution“) ein richtig fetter Dampfhammer geworden, der die Jungs einen weiteren großen Schritt nach oben machen lässt!

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