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FROSTHARDR - Maktesløs

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Artist FROSTHARDR
Title Maktesløs
Homepage FROSTHARDR
Label MOMENTUM SCANDINAVIA
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Aus den dunklen norwegischen Wäldern quillt mit FROSTHARDR erneut ein hoffnungsvoller Act hervor, um möglicherweise schon in Kürze zu einem strahlenden Stern am Firmament emporzusteigen. Mit „Maktesløs“ hat man dafür nämlich adäquates Material im Gepäck. Diese MCD umfasst nach der „Necrodisaster“ 2-Track nun immerhin schon 3 Stücke plus zwei als Intro bzw. Outro dienende Instrumentals. Ausgiebige Informationen zur Bandhistorie sind rar gesät, obwohl es sogar schon Gigs in Deutschland gegeben haben soll, und auch das Label Momentum Scandinavia ist noch im Aufbruch befindlich.

Ebenso wie bei den Labelkollegen DROTTNAR geht die Mucke in Richtung Oldschool Black, was jedoch keineswegs räudiges Geprügel nach sich zieht. Zunächst begleiten industrielle Dronen und wummrige Rhythmen den Hörer durch das eröffnende Titelstück, dessen Name mit „machtlos“ übersetzt werden kann, direkt ins Koma, denn so lautet Song Nummer zwei. Nach stürmischem Beginn formen semi-melodische Riffs und eingestreute verschleppte Parts eine kalte Aura, passend zu der schneebedeckten Heimat des Quartetts rund um Askim. Tempowechsel diktieren das Geschehen im neunminütigen „Death – my relief“, dem einzigen englischsprachigen Stück auf dieser Scheibe. Durch einen stimmungsvollen, quasi-akustik Beginn wird hier der wohl abwechslungsreichste Track dieser EP eingeleitet. Besonders deutlich werden die bereits recht eigenständigen Songstrukturen, die einer düsteren Atmosphäre aber nicht abträglich sind. Getragene Passagen und vereinzelte cleane Vocals könne als leichte Viking-Anleihen durchgehen, zudem ergänzen hin und wieder tiefe Grunts die an sich krächzenden Vocals. Selten wirkt ein Wechselspiel von Härte und technischen Finessen in einem so frühen Stadium so überzeugend. Das ändert sich auch nicht im sehr direkten und frostigen „Ravneskrik“, das vor allem die trockenen Drums gut zur Geltung bringt, bevor „Vandret“ den Weg zurück ins Nirgendwo vorbereitet.

Stattliche 26 Minuten Spielzeit, in denen also auf den Grundfesten der norwegischen Black Metal-Basis aufgebaut wird. Schwarzseher seien allerdings darauf hingewiesen, dass hier Christenblut durch die Adern fließt. Wen das nicht stört, kann FROSTHARDR ja mal antesten.

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