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FROZEN PLASMA - Monumentum

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Artist FROZEN PLASMA
Title Monumentum
Homepage FROZEN PLASMA
Label INFACTED RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.7/10 (15 Bewertungen)

Endlich steht das zweite und heiß erwartete FROZEN PLASMA-Album mit Namen “Monumentum” in den Startlöchern. Nach der ersten Single „Hypocrite“ im Jahre 2005 folgten ein Jahr später das Debüt „Artificial“ sowie weitere Auskopplungen. 2007 widmeten sich Vasi Vallis (Songwriting, Lyrics und Produktion) und Felix Marc (Gesang) hauptsächlich ihren anderen Projekten (Vasi – REAPER, Felix – DIORAMA und Soloalbum). Ende des letzten Jahres erschien mit „Tanz die Revolution“ ein Lebenszeichen, welches wie alle anderen Veröffentlichungen für viel positive Resonanz sorgte. Eine weitere Singleauskopplung erschien Anfang dieses Jahres mit „Earthling“, um einen Vorgeschmack auf das vorliegende Album zu geben. Der Name bedeutet übersetzt „Grabmal“ bzw. „Denkmal“ und soll die Bedeutung widerspiegeln, die dieses Werk für die Band hat. An FROZEN PLASMA begeisterten mich bisher immer die Melodik, die Tanzbarkeit, der emotionale Gesang und natürlich auch, wie melancholische Texte mit fröhlichen und hoffnungsvollen Klängen vereint wurden. Umso gespannter war ich auf „Monumentum“, welches in vertrautem bzw. schlichtem Layout daherkommt. Schriftart und Logo sind bekannt, nur die Grundfarbe ist diesmal orange.

Mit dem instrumentalen Intro „Open“ erklingt eine ruhige, emotionale und stimmige Einleitung, die irgendwie sanft wirkt und ein Gefühl von Traurigkeit, Weite und Sehnsucht hervorruft. Die Klänge, inklusive Vogelgezwitscher und Wind wirken entspannend, die Gedanken schweifen und man hat das Gefühl, sensibilisiert zu werden für die kommenden Stücke. „The End – Deliverance“ begeisterte mich bereits beim Hören des kleinen Snippets auf der Myspace-Seite von FROZEN PLASMA. Die Musik ist kraftvoll, enthält eine gewisse Dramatik und viele Spannungsbögen. Felix Stimme wirkt wohlbekannt, ausdrucksstark und kraftvoll, während er die traurig-schönen Lyrics singt. Trotz der schweren Thematik „Tod“ wirkt der Song positiv, schnell und tanzbar und vermittelt mit der Textzeile „Love still beside us as I left“ das Gefühl eines Happy Ends. Die electropoppige Midtempo-Nummer „Speed of Life“ handelt von unserem schnelllebigen Dasein und dem Zwang, alles immer schneller und besser machen zu müssen. Die Kernaussage ist, die ruhigen Momente zu genießen und sie wieder bewusster wahrzunehmen. Ein weiteres Highlight für mich ist der nachfolgende Track „Phoenix“. Tanzbare und fröhliche Beats, einnehmender Gesang und das Thema Hoffnung machen es zu einem echten Knaller. Platz für Interpretationsspielraum und eigene Gedanken bietet das Instrumental „Natural Born Liars“, welches eher ruhig beginn und zum Träumen einlädt, jedoch an Eindringlichkeit und Schnelligkeit gewinnt und zum Ende hin fast quälend intensiv wird. Bekannte Klänge folgen mit „Tanz die Revolution“, der ersten Singleauskopplung mit deutschem Gesang. Der Clubhit überzeugt mit treibenden Synthieklängen, einem eingängigem Refrain und der textlichen Auseinandersetzung mit der heutigen Konsumgesellschaft. „Earthling“, die zweite Singleauskopplung schließt sich an. Anfangs minimalistische, elektronische Klänge entfalten sich synthiepoppig mit hervorstechenden E-Drums. Felix‘ Stimme schmeichelt sich in die Ohren und bringt die Aussage des Songs passend rüber. Nämlich den Aufruf, unsere Außenwirkung wahrzunehmen und sich kritisch selbst einzuschätzen. Besonders schön und anmutig ist auch die sehnsuchtsvolle Ballade „Almond Flowers“ mit traumhaft klingendem Gesang. Auch das schon als B-Seite auf der ersten Single-Auskopplung enthaltene „Touching Ground“ hat den Weg auf das Album gefunden und sollte keinem Nicht-Single-Käufer vorenthalten bleiben. Beschwingt, warm, harmonisch, traumhaft und zum Dahinschmelzen, würde ich dieses Stück als typisch für FROZEN PLASMA bezeichnen. Eine richtige Nummer zum Abfeiern und Spaß haben wurde auf den Titel „Murderous Trap“ getauft, jedoch nicht ohne eine gewisse versteckte Prise Ironie. Ein weiteres intensives und stimmiges Instrumentalstück namens „Forgotten Earth“ handelt von der Schönheit der Natur und unserer Erde, bevor es mit der extended Version von „The Speed of Life“ ein letztes mal schnell und tanzbar wird. Das Outro „Close“ beschließt das Album sanft, verträumt und harmonisch.

Ist dieses Album jetzt typisch FROZEN PLASMA? Ich würde sagen ja und vor allem, ohne dass der Begriff „typisch“ einen negativen Touch erhalten soll. Alles was mich an der Band bisher begeisterte, ist vorhanden, von Clubstampfern, Abtanzhits bis zu verträumten „Dahinschmelzstücken“. Alle Erwartungen wurden erfüllt. Die Kompositionen wirken durchdacht, vollendet, liebevoll und voller Details. Felix Gesang zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Ich würde sagen mal wieder ein Volltreffer. Wer ganz schnell ist, ergattert eventuell noch eines der auf 100 Stück limitierten Packages, die handnummeriert, signiert sind und einen FROZEN PLASMA Aufnäher enthalten. Live-Auftritte stehen ebenfalls schon fest, u.a. auf dem kommenden WGT, Blackfield und M´era Luna-Festival. Nicht verpassen!

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