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FURZE - Necromanzee Cogent

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Artist FURZE
Title Necromanzee Cogent
Homepage FURZE
Label Apocalyptic Empire Records
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Der Ginster ist ein wildes und robustes Bodengewächs mit reichlich verzweigten Ästen, die wie ein urtümlicher Besen aussehen, auch über Jahrhunderte zu deren Herstellung gedient haben, und zum Teil scharfe Dornen aufweisen. Soviel zur Pflanzenkunde, aber wo kommt FURZE da ins Spiel? Und was hat der Ginster mit der Hasel zu tun? Egal, denn FURZE bedeutet jedenfalls Ginster und das erklärt dann vielleicht auch die merkwürdigen Sträucher auf dem Cover der dritten offiziellen FURZE-Veröffentlichung, nach zuvor einer 7-inch und der MCD „Trident Autocrat“ (siehe separates Review). Diesmal ist Woe J. Reaper also zurück mit seinem ersten vollständigen Album, dessen Release eigentlich schon etwas früher erfolgen sollte, sich dann aber aufgrund einiger Unwägbarkeiten hinausgezögert hat.

Zu Zeiten der MCD von mir noch oberflächlich als norwegischer Act mit lustigem Namen bedacht, lässt sich der musikalische Output von FURZE durchaus unter die eingangs geschilderten Merkmale des Ginsters subsumieren. Denn verzweigt und zwar nicht urtümlich, dafür aber sehr eigentümlich sind auch die sieben Tracks auf „Necromanzee cogent“. Madman WJR hat hier seinen völlig eigenen Black Metal Kosmos erschaffen, der vom Mainstream weit entfernt liegt und vom Label mit „Black Horror Metal filled with a hellish gloomy groove“ umschrieben wird. Für mich selbst erscheint eine Kombination aus Bethlehem auf ihren ersten beiden CDs, doomigen Black Sabbath-Sachen und rohem Old-school Black Metal à la Darkthrone passend. Überwiegend wurde das Tempo im Vergleich zum Vorläufer gedrosselt, manche Teile fügen sich ein wenig wie ein Puzzle zusammen und zusätzlich sollen „unheimliche“ Versatzstücke für Atmosphäre sorgen. Am Ende wartet dann das 23-minütige düstere „Sathanas´ Megalomania“, welches die Gesamtzeit auf gute 72 Minuten schraubt.

Die Lyrics sind sehr kryptisch gehalten, so dass es schwer fällt, den gesamten Prozess des „Furzement“ zu verstehen. Und auch von dem skurrilen Bild auf dem Backcover sollte man sich nicht abschrecken lassen. Aber vielleicht sieht das ja auf der demnächst zudem erscheinenden Ausgabe als Doppel-LP ganz anders aus…

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