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GAE BOLG - Requiem

VN:F [1.9.22_1171]
Artist GAE BOLG
Title Requiem
Homepage GAE BOLG
Label AUERBACH TONTRÄGER
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.2/10 (11 Bewertungen)

„Schluß mit lustig“ scheint das neue Motto von Eric Roger zu sein. „Aucassin et Nicolette“, der Vorgänger, hatte es ja bereits angekündigt: Weg vom kitschigen Großbombast seiner Frühwerke hin zu einer neuen Ernsthaftigkeit, die ihm, meines bescheidenen Erachtens, sehr gut zu Gesicht stand. „Aucassin et Nicolette“ bestach noch durch eine gelungene Mischung des alten GAË BOLG-Klangspektrums mit neuen, mehr rezitativischen Elementen. Auf „Requiem“ ist nun vollends jeder Bombast gewichen, Herr Roger macht ernst. Aber wie könnte er auch anders? Das Album ist schließlich seinen Freunden und Verwandten gewidmet, die in den letzten drei Jahren von ihm gegangen sind. „Rein persönlicher Natur“ nennt dann auch das beiliegende Infoblatt das Album und so bleibt die „Church of Fand“, wie schon auf „Aucassin et Nicolette“, erneut draußen.

So viel zum Hintergrund des Albums. Den Hörer erwarten 13 in-sich-gekehrte und sakrale Lieder. Man fühlt sich wirklich in eine mittelalterliche oder frühneuzeitliche Kirche versetzt: Hauptinstrument ist die Orgel, früher als charakteristisch für GAË BOLG bezeichnete Instrumente wie Bläser und Schlagwerk kommen wenn nur sehr akzentuiert zum Einsatz. Neben der Orgel wird auch Eric Rogers Mönchsgesang besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Wer seine Stimme bereits kennt, weiß, daß sakraler, fast gregorianischer Gesang für ihn kein Problem darstellt.

Unterm Strich wird „Requiem“ erneut viele Anhänger vor dem Kopf stoßen. Aber auch ich habe manchmal so meine Problemchen mit dem Album. Über weite Strecken klingt das Album dann eben doch zu sehr nach Kirchenmusik. Ohne despektierlich klingen zu wollen, aber da kann man sich auch das Original kaufen. Dann hat das Album aber auch wieder sehr eigene, originelle Elemente, etwa wenn auf „Hymne“ mittelalterliche Kirchenmusik auf Rogers großes Vorbild Ennio Morricone trifft oder auf „Totentanz“ an „Aucassin“-Traditionen angeknüpft wird und auf einmal dieses spezielle GAË BOLG-Gefühl wieder da ist. Ein mutiges Album, das eines sicherlich nie wird: Langweilig.

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