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GALLHAMMER - Gloomy Lights (Re-Release)

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Artist GALLHAMMER
Title Gloomy Lights (Re-Release)
Homepage GALLHAMMER
Label PEACEVILLE RECORDS
Leserbewertung
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So wirklich gut kam das Black Metal-Trio aus Tokyo bei uns in der Redaktion bei keiner der bisherigen Veröffentlichungen weg. Einige Kollegen und Fans sehen das wohl anders, denn nach einigen Alben und einer DVD schmeißen GALLHAMMER nun ihr Debüt „Gloomy Lights“ nochmals auf den Markt und das nett in einem weißen Digi-Book und durch 2 Bonus-Tracks ergänzt, sowie durch Liner-Notes von Cheffin Vivian Slaughter selbst veredelt.

Und gleich von Beginn an wird klar, dass sich die drei Ladies über die Jahre durch und durch treu geblieben sind. So gibt es auf den ersten 10 Songs auch hier trockende, raue Riffings, eingängig scheppernde Drums und rohe, krächzende Vocals. Alles natürlich deutlich von HELLHAMMER beeinflusst und mit Sounds von BURZUM bis DARKTRHONE abgeschmeckt. Und überraschenderweise gehen die ersten Ergüsse von GALLHAMMER doch tiefer und atmosphärischer zu Werke, als die Folge-Platten es erwarten lassen würden. So beginnt „Endless Nausea Days“ düster bedrohlich, fast doomig und punktet durch sehr vielseitige Vocals, die quasi alle Regionen der leidenden und brutalen Gesangsarten ausloten. Die Doom-Ausrichtung wird noch auf u.a. „Tomurai (May our Father die)“ und dem basslastigen „Aloof and Proud Silence“ weiterverfolgt, während „Cruxifiction“ eher punkig runtergerotzt wird. Kombiniert wird beides dann mit „Lost My Self“, in dem die blackig-punkige Ausrichtung durch leicht schräge Soli mit den doomigen Einschüben verbunden wird. Das die ursprüngliche Scheibe abschließende 10 Minuten-Stück „Color of Coma“, wird seinem Namen gerecht, denn hier gibt es nur düstere und eher undefinierbare Soundklänge, Riff-Wände und Screams. Ein sehr krankes Koma fürwahr.

Die Bonus-Tracks stammen aus dem Jahr 2005 und passen sich gut in die damalig eher doomige Ausrichtung GALLHAMMERs ein. So walzt mit „Blossom in the Raven River“ ein schleppender und stark verzerrter Schleichbrocken durch die Anlage, der erst am Ende einen rasselnd-deftigen Ausbruch erfährt. Einen solchen bekommt „Lust Satan Death“ schon eher verpasst, entwickelt sich dieser Track doch schnell zu einem ruppigen Midtempo-Song mit extrem tiefen Vocals.

Interessant, dass meines Erachtens das Debüt noch am ehesten die Atmosphäre rüberbringt, die GALLHAMMER offensichtlich kreieren wollen. Für Fans sowieso ein Pflichtkauf, wird Anhängern der schon erwähnten Vorreiter dieses Release wohl eher gefallen als die Folgewerke.

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