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GALLOWBRAID - Ashen Eidolon

VN:F [1.9.22_1171]
Artist GALLOWBRAID
Title Ashen Eidolon
Homepage GALLOWBRAID
Label NORTHERN SILENCE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

“Ashen Eidolon” ist eine dieser Scheiben, die man einlegt und bei der man schon vom ersten Riff an weiß, dass sie einem gefallen wird! So geht bereits das Grundriff vom eröffnenden Titelsong sympathisch direkt und einfach groovend nach vorne, eine eingängige, wiederkehrende Lead-Melodie, erdig-fiese Vocals… diese einfache Rezeptur des Melodic Black/ Death geht einfach sofort ins Blut und ins Gehör über. Eingestreute ruhigere Passagen sorgen für Abwechslung und düstere Atmosphäre, aber schnell geht’s zurück auf den ursprünglichen Weg.

Und wenn der Song bei gut 4:30 Min. zu Ende sein könnte, kracht ein Break ein, das Grundtempo verändert sich ein wenig, akustische Gitarren, cleane Gesänge und melancholisch-folkige Melodien finden ihren Weg in den Sound. Wäre ein wunderbarer Ausklang für einen starken Titel, doch das Ende ist hier noch nicht in Sicht. So rotieren GALLOWBRAID nun in eine derbere Black-Richtung, was für einen eigenständigen Track ok wäre, aber so nicht ganz in eine einzelne Komposition passt. Dieser 4 Minütige „Song im Song“ endet mit einer weiteren ruhigen Passage, in der auch weiblicher Gesang seinen Platz findet. Anschließend kehrt man dann zu der starken Anfangs-Ausrichtung zurück, was mich in der schon erwähnten Ansicht bestätigt, dass man das Lied früher hätte beenden sollen und den „Appendix“ als eigenen Song besser hätte umsetzen können! Nach einem kurzen Akustik-Stück „Autumn I“, in dem folkige Klänge und chorale Gesänge dominieren, schließt sich nahtlos „Oak and Aspen“ an. Bei diesem kommt der gleiche Kritikpunkt zum Tragen wie beim Opener. Hier werden getragene, hymnische Songteile an härtere, direkte Parts geklemmt. Beides für sich stark dargeboten, aber in Kombination dann im Endeffekt nicht ganz so wirkungsvoll. Da wären auch wieder 2 Songs effektiver gewesen.

Man sieht schon an den Beschreibungen, dass „Ashen Eidolon“ viel, sehr viel, zu bieten hat. Und das für eine EP. Hier bekommt man ausgezeichnete Kompositionen mit großartigen Melodien, ergreifender Atmosphäre und sympathischer, grundlegender und packender Einfachheit geboten. Kriegen die Rogers-Brüder das Konzept noch besser arrangiert, wächst hier was Großes heran!

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