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GANG LOCO - No Better tomorrow

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Artist GANG LOCO
Title No Better tomorrow
Homepage GANG LOCO
Label MATA HARI ENTERPRISES
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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ROB ZOMBIEs Horrorfilmfaible trägt wohl Schuld daran, dass mich bei jedem Splatterfilm “Electric Head” im Unterbewusstsein heimsucht. Das ändert sich jetzt schlagartig, denn die Hamburger GANG LOCO vertonen nicht nur die Filme des Underground Regisseurs Andreas Schnaas, sondern zukünftig auch mein kleines Horrorkopfkino.

Schon das hervorragende Artwork des Booklets zeigt die Vorliebe der Band für Morbides, nicht selten werden religiöse Szenarien von Skeletten besetzt. Auch textlich bleibt Frontmann Gale Andersson dieser Thematik treu und lässt den Hörer immer wieder an seinen von Hoffnung genährten Texten verzweifeln, wenn er letztendlich alles dem Verfall preisgibt. Soundtechnisch gibt man sich aber gar nicht derart düster, heavy Gitarrenriffs herrschen zwar vor, weichen aber im Refrain immer wieder melodischen Passagen. So verzieht sich das Donnergrollen des Openers „Waiting“ schnell zu einem eingängigen Stück Hardrock, das fortan über 11 Titel Bestand hat.
Bass-Stampedes wüten über kreischende Riffs und berstende Drumsticks, unerbittlich angetrieben von Gale Andersson. Dieser kämpft tapfer mit energischem, klarem Gesang und opfert sich für die melodischen Refraineinlagen, die das headbangen noch schöner machen. Selbst die Nonchalance des DEPECHE MODE Covers „It´s no good“ errettet er vor den übersteuernden Gitarrenwänden. So reiht sich ein Highlight an das Nächste bei „No better tomorrow“, erstaunt von der hervorragenden Produktion und dem Drive des Albums fällt es schwer, einzelne Titel hervorzuheben. Zu gelungen das Spiel zwischen gnadenlosen Knüppelriffs und den harmonischen Bridgeübergängen in den gesangsbeherrschten Refrains (erinnert ein wenig an diverse Früh-90er Crossoverlegenden). Die werden wie bei „School Wars“ auch mal mit Growls hinterlegt, was den aggressiven Charakter dieses Vorschlaghammersongs noch bestärkt. All die straighte Härte lässt ein wenig die Abwechslung missen, so muss man bis zum Schluss warten, bevor der coole Groove von „Bad Mojo“ den Blues hat.

GANG LOCO legen mit „No better tomorrow“ nach sechs Jahren Bandgeschichte ein Debüt ab, welches mich auf die Knie fallen lässt. Danke, für dieses kompromisslose Hardrockwerk, das Headbangern und solchen die es werden möchten, genügend Stoff zum Glücklichwerden bietet.

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