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GARBAGE - No Gods No Masters (2 CD Deluxe Edition)

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Artist GARBAGE
Title No Gods No Masters (2 CD Deluxe Edition)
Homepage GARBAGE
Label BMG
Leserbewertung
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GARBAGE gehören 1993 gegründet zu den Bands, die mich fast mein ganzes Erwachsenenleben hindurch begleitet haben. 1995 erschien das selbstbetitelte Debüt der Indie-Alternative-Kapelle, das mit Hits wie „Stupid Girl“, „Queer“ und „Only Happy When It Rains“ Songs für die Ewigkeit enthält. Auf ihrem Longplayer „Version 2.0“ legten die Amis mit dem Track „I Think I’m Paranoid“ ein weiteres Evergreen vor, das bis heute auf keiner Indie-Party fehlen darf. Nach dem 2005er „Bleed Like Me“ nahmen sich die schottische Sängerin Shirley Manson und die US-Amerikaner Butch Vig (Schlagzeug), Duke Erikson (Gitarre & Keys) und Steve Marker (Gitarre) eine längere Auszeit, ehe sie 2012 für „Not Your Kind of People“ wieder zusammenfanden. Inzwischen ist Studioalbum Nr. 7 in den Plattenläden und ich bin mir sicher, dass auch „No Gods No Masters“ den Indie-Dancefloor erobern wird.

Insbesondere „Flipping The Bird“ lädt ganz GARBAGE-like zum Tanzen ein und geht direkt in Ohr und Bein. Aber es geht der Band um durchaus ernste Themen und so ist der energiegeladene Opener „The Men Who Rule The World“ ein unverwechselbares und kraftvolles musikalisches Statement gegen Kapitalismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Temperamentvoll geht es auch mit „The Creeps“ weiter, bevor „Uncomfortably Me“ zwischen zarten Melodien und dezenter Düsternis mäandert. Im nachfolgenden „Wolves“ steckt gar ein wenig von der Synthie-Melancholie der frühen CURE, während das elegische „Waiting For God“ in reduzierter Schönheit daherkommt. Dank „Godhead“ geht es erneut in die Vollen – diesmal mit einer Spur DEPECHE MODE im Sound und einer gewohnt selbstbewusst klingenden Sängerin, die von krachenden Gitarren flankiert wird. Falls sich der Vierer bei anderen Musikern Anregungen geholt haben sollte, könnten dies beim tiefenentspannt-coolen „Anonymus XXX“ die TALKING HEADS oder ROXY MUSIC gewesen sein – wohlgemerkt ohne abzukupfern, denn am Ende klingen GARBAGE auf ihrem siebten Streich ganz klar in erster Linie nach GARBAGE. In diesem Sinne schließt sich auch das Gefahr verkündende „A Woman Destroyed“ an, wohingegen der Titeltrack „No Gods No Masters“ frohen Mutes aus den Boxen schallt und das bittersüße „This City Will Kill You“ zum smoothen Finale ruft.

Wer allerdings die 2 CD Deluxe Edition gekauft hat, darf sich noch über acht weitere Lieder freuen. „No Horses“, „On Fire“ und „Time Will Destroy Everything“, gehören zu den raren GARBAGE-Nummern, die hier mal wieder zu Gehör gebracht werden. Auch das spannungsgeladene „Girls Talk“ gehört in diese Kategorie und wird an dieser Stelle gemeinsam mit der australischen Musikerin BRODY DALLE performt. „Because The Night“ (im Original von PATTI SMITH und BRUCE SPRINGSTEEN) nehmen sich GARBAGE zusammen mit der US-Punkrockband SCREAMING FEMALES laut lärmend vor und beim abwechslungsreichen „The Chemicals“ ist Brian Aubert (SILVERSUN PICKUPS) mit von der Partie, während das dramatische „Destroying Angels“ eine Kollaboration mit JOHN DOE und EXENE CERVENKA ist. Zu guter Letzt soll auch noch DAVID BOWIEs „Starman“ genannt sein, vor dem sich GARBAGE mit einem gefühlvoll-treibenden Cover verneigen.

„Dies ist unsere siebte Platte, und diese bedeutungsvolle Zahl hat die DNA des Inhalts beeinflusst: die sieben Tugenden, die sieben Leiden Mariens, die sieben Todsünden“, sagt GARBAGE-Frontfrau Shirley Manson über das grimmige „No Gods No Masters“ und seine Drehungen und Wendungen von Kapitalismus und Lust bis hin zu Verlust und Trauer. „Wir wollten versuchen, einen Sinn darin zu sehen, wie f***ing verrückt die Welt ist und in was für einem erstaunlichen Chaos wir uns befinden. Dies ist die Platte, die wir gefühlt zu diesem Zeitpunkt einfach machen mussten.“. Und um ihren Fans dem Anlass entsprechend auch etwas zu bieten, hat das Quartett bei der 2 CD Deluxe Edition noch ein kleines exklusives Poster, Art Prints der vier Bandmitglieder und ein erweitertes Booklet in die Pappschachtel gepackt. Vinylliebhaber dürfen sich auf neongrüne Langrillen freuen und darüber hinaus veröffentlicht die Band eine limitierte weiße Vinyl-Scheibe über ihren offiziellen Artist Store sowie eine exklusive, limitierte pinkfarbene Vinyl als Teil des diesjährigen Record Store Days, die am 12. Juni veröffentlicht wurde. Jetzt muss Miss Manson mit ihren Mannen nur noch auf Tour kommen und das Fan-Glück ist perfekt!

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