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GARBAGE - Not your kind of people

VN:F [1.9.22_1171]
Artist GARBAGE
Title Not your kind of people
Homepage GARBAGE
Label STUN VOLUME
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.1/10 (21 Bewertungen)

Darklings, dears and little bones: Nach 7 Jahren melden sich GARBAGE mit einem neuen Album zurück und ich muss gestehen, die Band um Frontfrau Shirley Manson nicht mehr auf meiner Liste gehabt zu haben. Bei den ganz jungen Musikkonsumenten wird der Name wahrscheinlich gar keine Assoziationen mehr auslösen, vielleicht klingelt es noch am ehesten beim Titel „The world is not enough“ im Ohr, mit dem GARBAGE 1999 die Titelmelodie zum Bondfilm gleichen Namens beisteuerten (und nebenbei das schönste Roboter-Video nach BJÖRKs „All is full of love“ kreierten). Fast vergessen sind inzwischen die alte Hits wie „Milk“, „Queer“, „Only happy when it rains“ oder „I think I’m paranoid“.

Zum Mainstream wollten GARBAGE nie gehören, da verwundert es fast, dass der Anfang des neuen Albums „Not your kind of people“ recht poppig und radiotauglich ausfällt. So biedert sich der Refrain des tanzbaren Openers „Automatic systematic habbit“ ein wenig bei der immerjungen MADONNA an und auch die erste Single „Blood for poppies“ (die die Fans schon als Teaser vorab downloaden konnten) ist catchy und mit Mitgrölpassagen fast schon ein wenig zu glatt gebügelt, wäre da nicht die schön dreckige Gitarrenarbeit. Gleichzeitig fällt allerdings auch auf, dass man nach dem sehr rockigen letzten Output nun wieder auf synthetische Elemente zurückgreift. Zur Mitte des Albums nehmen dann Dreck, Druck und Düsternis aufs Angenehmste zu. Als Höhepunkte seien hier „I hate love“ mit leichtem Industrial-Touch und „Battle in me“ genannt, das dem Titel mit entsprechenden Gitarrenriffs und Drumsalven gerecht wird. Fast schon obligatorisch, dass Frau Manson dazwischen auch mal lasziv ins Mikro haucht, diesmal verdreht sie Männlein (und vielleicht auch Weiblein, wenn ich mich recht erinnere, wäre Frau Manson da durchaus flexibel) mit den Worten „Give me sugar“ den Kopf. Im hinteren Teil wissen dann das treibende „The one“ zu verzücken, sowie „What girls are made of“, das wie ein Relikt aus alten Shoegazer und Darkwave-Zeiten scheint.

Am liebsten sind mir GARBAGE einfach immer da, wo Frau Manson richtig schön bitchy klingt und in sofern weiß das Album im Wesentlichen zu überzeugen. Dem eigenen Sound ist man auch im Jahre 2012 treu geblieben und wenn man auf ein paar allzu ohrgefällige Titel verzichtet hätte, würde ich sogar das Attribut „Knalleralbum“ vergeben.

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