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GARDENS OF GEHENNA - Mechanism Masochism

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Artist GARDENS OF GEHENNA
Title Mechanism Masochism
Homepage GARDENS OF GEHENNA
Label GRAU
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Das dritte Album der deutschen Höllengärtner musste selbst eine kleine Reise durch die Hölle antreten, bevor es jetzt endlich veröffentlicht werden konnte. Schuld daran ist mehr oder weniger der Zusammenbruch des Labels „Last Episode“, wo die bisherigen Alben „Mortem Saluta“ und „Dead Body Music“ erschienen. Im Jahre 2001 nahm man dann im hauseigenen „Anthrazit“-Studio vorliegendes Werk auf, bevor es in guter alter Tradition von Bruno Kramm abgemischt wurde. 2 Jahre hat es nun gedauert, bis Grau/ Prophecy das Material verdientermaßen auf die Menschheit loslässt. Mittlerweile hat auch der Gitarrist Bastian Rosner die Band verlassen, aus persönlichen Gründen, wie es immer so schön heißt.

GARDENS OF GEHENNA spielen mitnichten „einfachen“ Black Metal, wie es der Bandname vielleicht vermuten lässt. Vielmehr hat man sich im Laufe der Jahre (man existiert seit 1995) immer mehr in Richtung elektronischer Sounds orientiert, seit 1998 gibt es keinen menschlichen Drummer mehr. So verbindet man düsteren Death/ Doom Metal mit maschinellen Loops und (logischerweise) einem Drumcomputer. Das sehr gut produzierte Ergebnis klingt dann auch wie eine Mischung aus alten PARADISE LOST und SAMAEL, mit dezenten Elektroeinflüssen. Allerdings verschwinden diese Einflüsse immer mehr gegen Ende der Scheibe, wo „Dark Angel“ und „The Anatomy of Melancholy“ doch recht traditionell ausfallen. Ein wenig mehr Experimentierfreude hätte dort sicher gut getan, um das Material noch spannender zu gestalten, immerhin gibt es mal keinen nennenswerten weiblichen Gesang, nur Opels düstere Growls. Hervorstechendster Track ist sicherlich die „rabenNutte“, der Rausschmeißer der Scheibe, wo man die Symbiose wirklich konsequent eingeht, d.h. auf DAS ICH-artigen Rhythmen setzt man noch den metallischen Teil drauf. Hört sich sehr interessant an, vor allem, weil es in diesem Stück teilweise auch mal flotter zur Sache geht. In diese Richtung sollten sich GOG in Zukunft orientieren.

Dazu gibt es als Bonus von besagtem Track auch ein exzellent gemachtes Video auf der Scheibe, welches größtenteils als schwarz/ weiß-Animation daherkommt und ein wenig an die bekannten TOOL-Kreationen der 90er erinnert. Das Vorbild für die männliche Hauptfigur scheint mir irgendwie Stefan Ackermann zu sein, in kargem Outfit… Die Zukunft der Band dürfte mit so einem Release im Rücken (welches ja eigentlich eher der Vergangenheit zuzuordnen ist) gesichert sein, und wenn man sich jetzt weiter auf die innovativen Stärken konzentriert, könnte durchaus noch etwas Großes daraus werden. Bis dahin lohnt sich auch der Erwerb von „Mechanism Masochism“, trotz der vorhandenen kleinen Längen!

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