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GARI - E.go.is.tick/ Al.tru.is.tick

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Artist GARI
Title E.go.is.tick/ Al.tru.is.tick
Homepage GARI
Label SOUNDLICIOUS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

GARI kommen aus Japan und gelten als die japanische Mixtur aus THE PRODIGY, den CHEMICAL BROTHERS, der ASIAN DUB FOUNDATION und den alten JUNKIE XL. Zugegebenermaßen kenne ich mich in der ostasiatischen Szene überhaupt nicht aus, da ist es durchaus mal spannend zu hören, was aus dem Land der aufgehenden Sonne zu uns rüberschwappt.

Damit sich die weite Reise auch lohnt, hat das Reis-Quartett gleich mal zwei CDs eingepackt. Die erste („e.go.is.tick“) enthält 13 Songs der Band, die zweite („al.tru.is.tick“) acht unterschiedliche Remixe verschiedener Kollegen. Doch starten wir chronologisch einwandfrei mit der Nr. 1: Da rocken die vier „Schlitzaugen“ gleich mit „Open Your Eyez“ ganz ordentlich. Ist aber nur ein kleines Appetithäppchen, dem sich umgehend „Drop Zone“ anschließt. Jetzt weiß man auch, woher die Vergleiche mit den CHEMICAL BROTHERS herrühren. „Speedmaster II“ macht seinem Namen alle Ehre und legt ein ordentliches Tempo vor, bevor „Physique“ etwas verschrobener daherkommt. Zu der rockigen Grundstimmung gesellt sich bei „Next Crime“ noch ein bisschen Elektronik. Wäre der perfekte Soundtrack zu einer Krimiserie mit wilden Verfolgungsjagden. Hingegen betört „Two Step Colors“ mit verqueren Klangkollagen, die wohl besser in einem Sci-Fi-Streifen aufgehoben wären. Ein wenig sperrig wirkt “Versus“, nach einem E-Start wendet der Vierer sich doch lieber dem Nu-Metal zu, um abrupt zu enden und die Bahn für das kraftvolle „Waterpuzzle“ freizugeben. Mit „Whipe Out!“ wird im bester LIMP BIZKIT- und LINKIN PARK-Manier gerockt – wohl das eingängigste Stück der Platte. Dafür geht’s bei „Love Sonic, Second Future“ drunter und drüber. Klingt irgendwie als würden die Instrumente noch gestimmt oder als hätte jemand schlecht geträumt. Dann doch lieber das flotte „Type 4“ oder das Vogelgezwitscher auf „Timeless Continue“. „After Glow“ beschließt den Reigen leicht und sanft perlend.

Die Remixe liegen etwas schwerer im Magen. Da geht’s mit „Physique“ von Tim Gane (STEREOLAB) fröhlich los. Klingt auf den ersten Metern nach Brit-Pop, wären da nicht die plötzlichen Soundwechsel, die zwischendurch immer wieder auftauchen. Das klingt dann gern nach NDW, um im nächsten Moment heftig loszurocken. „Type 4“ (FUNKY GONG/ JOUJOUKA) klingt tatsächlich wie ein gemeinsames Projekt von THE PRODIGY und den CHEMICAL BROTHERS und geht ganz ordentlich in die Beine. Hingegen könnte„Drop Zone“ (Jack Dangers/ MEAT BEAT MANIFESTO) auch von den GORILLAZ sein, wohingegen ich zwischen den elektronischen Spielereien von Sean O’Hagan (HIGH LLAMAS) auf „Two Step Colors“ neben den jazzigen Loops auch den ein oder anderen traditionellen japanischen Ton zu hören meine. Insgesamt ist mit der Song allerdings zu nervös-unruhig. „Whipe Out!“ (Syogo Fujita) wartet mit psychedelischen indischen Klängen auf, die vom fast schon poppigen „After Glow” (CUBE JUICE) abgelöst werden. Irgendwie scheinen die Macher eine starke Vorliebe für leicht hektische Electro-Beats zu haben. Damit kommen sie auch bei den Dub Remixen von „Physique“ (Tim Gane) und „Drop Zone“ (Jack Dangers) wieder um die Ecke. Mal macht das durchaus Laune, auf Dauer verwirren die damit verbundenen ständigen Soundwechsel allerdings ein wenig. Aber vielleicht ist das fernöstliche Ohr ja auch anders geeicht.

Sagen wir es mal so: CD 1 ist spannend und absolut hörenswert. CD 2 konnte mich nicht überzeugen. Zu viel Chaos ohne Struktur. Und wer überlegt, wo er den Begriff „Gari“ schon mal gehört hat: Er kommt aus der japanischen Küche und bezeichnet süß-sauer eingelegten Ingwer, der eine übliche Beilage beim Sushi ist. Damit bin ich übrigens auch nie warm geworden…

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