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GASMAC GILMORE - Dead Donkey

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Artist GASMAC GILMORE
Title Dead Donkey
Homepage GASMAC GILMORE
Label MONKEY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.8/10 (21 Bewertungen)

GASMAC GILMORE kommen aus Wien und laden mit ihrem vierten Album „Dead Donkey“ nach eigenem Bekunden in eine Art musikalischen Swinger Club. Dort treffen sich swingende Klarinettenmelodien, prügelnde Gitarrenriffs, pulsierende Balkanbläser und jammernde Klezmer-Rhythmen, um ihren Spaß zu haben. Neben der vierköpfigen Band bestehend aus Matthias Wick (Vocals & Gitarre), Max Berner (Drums), Thomas Pröschl (Bass) und Elias Berner (Gitarre) waren an diesem Spaß auch zahlreiche Gastmusiker beteiligt, die ungeachtet irgendwelcher Sprachbarrieren eine 15-stündige Jam-Session im Studio hinlegten und so die aktuelle Single „The Monkey March“ inklusive Video entstehen ließen.

„The Monkey March“ ist ein wilder Polka-Ritt mit wahrlich feurigen Zutaten und wenn man es nicht besser wüsste, würde man die Wurzeln von GASMAC GILMORE zweifellos irgendwo auf dem Balkan verorten. Der Opener „I Am God“ stapelt bezüglich seiner Aussage nicht unbedingt tief, aber man muss den Jungs und ihren Gästen auf jeden Fall lassen, dass sie wissen, wie man eine Balkan-Folk-Rock-Party feiert. Mit ordentlich Schmackes legen die Ösis los und hören fortan zu keinem Zeitpunkt auf, amtlich Druck zu machen. Die Klarinetten treffen auf eine sehr straighte Rockfraktion, die sich beim folgenden „Pitchblack“ kurz in den Vordergrund spielt, bevor mit „Camilla“ sogar ein wenig südamerikanisches Flair ins Spiel kommt (was am besungenen Tequila liegen könnte). Eine Quetschkommode sorgt bei „A Dead Man’s Hand“ für eine kurze Verschnaufpause, ehe „Sigmund“ mit ebenso verspielten wie temporeichen Hooks um seine fundierte Meinung gebeten wird. Derweil swingt „Six Feed Under“ äußerst lässig um die Ecke und auch „Teddybear“ verspricht jede Menge Bewegung und gute Laune. In diesem Sinne schließen sich dass temperamentvolle „Sunkist“ ebenso wie das rockige „Isolation“ an. Beim letztgenannten Track könnten gewisse Inspirationen von SYSTEM OF A DOWN eingeflossen sein – es hätte wahrlich schlimmer kommen können und auch „Dance With Me“ ist keine Aufforderung, die den Hörer mit Angst und Schrecken erfüllt, sondern vielmehr von allein die Beine in Bewegung setzt. Mit Full Speed wird schließlich auch noch „Mayonnaise“ besungen, bevor „Feed Another, Eat Each Other“ auf der Zielgerade tatsächlich für einen ganz kurzen Moment den Eindruck erweckt, GASMAC GILMORE könnten sich auch mal zurücknehmen.

Können sie aber wohl eher nicht. Was aber auch gar nichts macht. Sie wissen ihren furiosen Mix aus trashigen Beats, Klezmer-Einflüssen und brachialem Heavy Metal absolut stimmig umzusetzen und verbreiten damit eine Energie, die einfach auf die Überholspur gehört. Oder in einen U-Bahn-Waggon. Selbigen haben GASMAC GILMORE 2006 auf der Wiener Linie 4 gekapert, um ihn von Hütteldorf bis zur Endstation Heiligenstadt zur Konzertbühne umzufunktionieren. Klingt nach einem großen Vergnügen, das auch Dead Donkey“ ohne Einschränkungen verbreitet.

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