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GASMAC GILMORE - Little Lucy

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Artist GASMAC GILMORE
Title Little Lucy
Homepage GASMAC GILMORE
Label HUGE MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.9/10 (7 Bewertungen)

GASMAC GILMORE aus Österreich… nach ZULU die nächsten „irren“ Alpenmusiker? Aus Vorahnung wurde schnell Gewissheit, allerdings etwas anders als gedacht. Doch handeln wir zunächst den biographischen Teil ab: GG sind die 4 Herren Max Berner (Drums/ Samples), Matthias Wick (Vocals/ Guit.), Elias Berner (Guit.) und Ronald Ralis (Bass). Nach dem Debüt „Sicknum“ (2003) und der Single „Zirkus“ aus dem Jahre 2004 präsentieren die Wiener nun ihr Labeldebut „Little Lucy“, verpackt in einem eher weniger gelungenen Cover, wohl naive Kunst. Der Pressetext sagt: „Punk-Gitarren mit Double Bass-Attacken, Balkanrock, Industrial, Hardcore… Metalriffs, osteuropäische Rhythmen und eine ordentliche Portion Elektronik.“ Hört sich ja ganz interessant an, doch wenn man mal genauer überlegt, auf wen diese Beschreibung auch passen könnte… Ja, richtig – SYSTEM OF A DOWN!

Und so haben wir es tatsächlich mit einer ziemlich dreisten Kopie zu tun, nach den Niederländern CHEESY übrigens schon die zweite, die mir unterkommt. Es gibt hoppelige Balkan-Rhythmik mit Armenien-Phrasierung, hymnische Refrains, Wutattacken, Pathos, Melancholie, Breaks, Alternative Rock. Aber muss ich SOAD eigentlich jemandem beschreiben? Wie nicht anders zu erwarten, erreichen die SchlaWiener zu keiner Zeit ihr Vorbild, machen ihre Sache aber dennoch ganz ordentlich. Man beherrscht die Instrumente (mit denen man auch mal Spontan Gigs in U-Bahnen zelebriert) und wenn man bedenkt, dass Herr Wick gleich „beide“ SYSTEM-Stimmen übernimmt, schlägt auch er sich ganz ordentlich. Leider bekommt man die Übergänge zwischen den einzelnen Parts nicht immer so richtig hin („Alpengluehn“), auch erreicht man die jeweilige Gefühlsintensität nicht ansatzweise. Man leidet nicht richtig, man hasst nicht richtig, man rockt nicht richtig, man drischt nur Phrasen und bietet somit nur zweite Wahl. Sex mit Kondom ist eben doch nicht gefühlsecht, trotz durchaus vorhandener Noppen (Ausnahme: das eindringliche „Hellfish“). Natürlich kann man sich auch kein Millionen-Dollar-Budget leisten, aber daran allein liegt es bestimmt nicht.

Live geht das freakige Quartett dem Hörensagen nach gut ab, und man kann sicher auch ein paar CHRISSY STÜRMER-Fans erschrecken, das ändert aber nichts daran, dass im Grunde niemand auf diese Scheibe gewartet hat, der 2 sehr gelungenen Videos (Multimedia Part) zum Trotz. Lieber innovativ scheitern als plagiatorisch im Mittelmaß versinken.

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