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GEHENNA - Unravel

VN:F [1.9.22_1171]
Artist GEHENNA
Title Unravel
Label INDIE RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Wie aus dem Nichts taucht mit „Unravel“ nach gut 8 Jahren Stille ein neues Werk von GEHENNA auf. Die Band, die mit „First Spell“ (1994), „Malice“ (1996) und auch „Adimiron Black“ (1998) wahre Black Metal-Meilensteine vollbracht hat, war nach ihrem eigenwilligen 2005er Album „WW“ ziemlich abgetaucht und die Hauptakteure Dolgar und Sanrabb (beide Gitarre, Vocals) benötigten bis 2012 Zeit, um ein neues Album und ein neues Line Up zusammen zu stellen. Nach den Aufnahmen hat sich überraschenderweise Dolgar verabschiedet, so dass nun Sanrabb alleine als letztes Gründungsmitglied verblieben ist.

Nach einer so langen Pause erwartet man eine Scheibe, die mit Emotion, Druck und Zielgerichtetheit aufwartet. „Unravel“ allerdings klingt wie ein Album einer Band, die sich noch nicht (wieder)gefunden hat. Schon der beklemmend-langsame Opener „The Decision“ wirft Fragen auf. Schleppend-doomige Riffings und verzweifelt-raue Vocals bestimmen hier das Bild eines Tracks, der über die gesamte Laufzeit ins scheinbare Nichts wabert. Überraschend, kennt man GEHENNA bis dato deutlich aggressiver. Der folgende Titelsong geht da schon anders zu Werke. Deutlich härter rotiert „Unravel“ nach vorne, aber die uninspirierten Riffings und eingängigen Drums reißen einen auch nicht wirklich vom Hocker. Und als wenn die Band selbst nicht wüsste wohin, lässt man den Song nach und nach langsamer werden und wieder im Nichts ausklingen. Wiederum doomig schleppt sich „Nothing Deserves Worhsip“ aus den Boxen und sorgt allenfalls mit dem Utpempo-Mittelteil für Abwechslung. Besondere Melodien, Atmosphäre… Fehlanzeige. Schon fast trotzig rotzt die Band dann das kurze, rohe „Nine Circles of Torture“ runter, das aber auch nur kurz, roh und kantig daher kommt und nichts bleibendes beinhaltet. Und so geht es weiter… das wiederum doomige „A Grave of Thoughts“ und das direkter rotierende „Lead to the Pyre“ agieren ebenso ziellos wie die Songs zuvor. Alleine das mit hintergründigen Keys versehende „End Ritual“ wartet mit einigen schönen kalten Leads auf, die zeigen, dass gerade Sanrabb es eigentlich doch kann. Und auch das eigenwillige, sehr düsterere Finale „Death Enters“ beweist, dass auch GEHENNA mit getragenen Sounds und Melodien zu arbeiten wissen.

Sieht man das Album in seiner Gesamtheit kann man fast vermuten, warum evtl. Dolgar nach den Aufnahmen gegangen ist. In der Vergangenheit hat man GEHENNA nie so uninspiriert und ohne erkennbares Konzept erlebt. Wirklich schade, denn die damaligen Alben und auch einige Parts auf „Unravel“ zeigen, was eben Sanrabb und bis dato Dolgar in der Lage sind zu kreieren. War die Pause doch zu lange? Oder war das (kreative) Ende einfach erreicht?

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