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GEIST (II) - Für alle Zeit

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Artist GEIST (II)
Title Für alle Zeit
Homepage GEIST (II)
Label DANSE MACABRE
Veröffentlichung ..
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GEIST stammen aus Köln, existieren seit dem Jahr 2000 und machen in der jetzigen Formation seit drei Jahren gemeinsam Musik, die anspruchsvoll, komplex und immer hoch emotional sein will. Nach diversen Liveerfahrungen, eigenproduzierten Tonträgern, Beiträgen auf verschiedenen Compilations, hat sich jetzt Bruno Kramms (DAS ICH) Label Danse Macabre des Quartetts angenommen.

Die Jungs legen mit „Wer, wenn nicht ich“ auch sogleich ordentlich los. Nach einleitenden, psychedelisch anmutenden Takten, rocken die Saiteninstrumente von Tim Born (Gitarre) und Oliver Rattay (Bass) in vortrefflicher Weise nach vorn. Den Gesang übernimmt Fares Rahmun, der sich der deutschen Sprache bedient. Der Herr verfügt durchaus über eine markante Stimme, was aber gar nicht funktioniert sind die Koloraturen, derer sich der Sänger gern bemächtigt. Das wirkt so steif und wenig melodiös, dass der positive Eindruck, den die Instrumente vermitteln, Schaden nimmt. Besonders „Wahnsinn“ leidet unter diesem Missstand. „Wertvoll“ punktet abermals mit verschachtelten Rhythmen und packenden Sounds, stellenweise überzeugen auch die Vocals, aber die seltsamen hoch- und langgezogenen Betonungen sorgen ein wenig für Verdruss. Möglich, dass GEIST besonders viel Wert auf ihre Texte legen, die mutig und fast schon schmerzhaft sein sollen, die Umsetzung ist leider Gottes nicht wirklich geglückt. Immerhin startet „So viele wie Du“ mit vielversprechenden atmosphärisch dichten Klangteppichen, die vom Bass und Lars Dittrichs Schlagzeug getragen werden und diesmal schafft es auch Fares, einigermaßen diese Spannung zu halten. Leider hat das bei „Leider“ nicht geklappt, hier haben GEIST den gesanglichen Qualitäten ihres Frontmanns und dem Inhalt ihrer Texte zu viel Vertrauen geschenkt, dabei haben die Instrumentalpassagen durchaus Charakter. Bei „Rhino“ ist dann bald ein Punkt erreicht, wo es nervig wird, was auch „Für alle Zeit“ und Achtung“ gilt. Irgendwie versucht Herr Rahmun mit Gewalt Pathos in seine Stimme legen zu wollen, weniger wäre hier eindeutig mehr. „Zauber“ fehlt nun wirklich jeder Zauber, wo bleiben hier die Ideen? „Einssein“ probiert es dann noch einmal mit ergreifenden Gitarrenriffs, was auch wirklich gut klappt und auch der Gesang passt dazu, weil endlich auf dieses schwer beschreibbare Gejaule verzichtet wird.

Alles in einem viele schöne Ideen und wunderbare Ansätze, die nur dummerweise häufig durch anstrengende Vocal-Parts torpediert werden. Dass der Mann es besser kann, hat er ja quasi in gleichem Zuge bewiesen. Schade um das Gesamtbild, der Sound bewegt sich eigentlich in einem interessanten Spektrum zwischen TOOL, MONSTER MAGNET und SYSTEM OF A DOWN, wenn nur der allzu bemühte Jammer-Singsang nicht wäre.

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