Band Filter

Request did not return a valid result

GHOST OF TOM JOAD - Matterhorn

VN:F [1.9.22_1171]
Artist GHOST OF TOM JOAD
Title Matterhorn
Homepage GHOST OF TOM JOAD
Label RICHARD-MOHLMANN-RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (8 Bewertungen)

Live waren dem Terrorverlag GHOST OF TOM JOAD aus dem benachbarten Münster schon mehrfach über den Weg gelaufen, jetzt dürfen wir auch einmal Bekanntschaft mit einer Konserve der Post-Punks machen, die seit ziemlich genau drei Jahren in der Urbesetzung aktiv sind. Für so illustre Bands für MADSEN, TOMTE, KETTCAR, MAXIMO PARK oder MANDO DIAO haben Henrik (voc./git.), Jens (bass/voc.) und Christoph (dr./voc.) schon eröffnet und mit den Nachbarn MUFF POTTER war das Trio bereits auf Tour. Des Weiteren kümmert sich MUFF POTTER-Gitarrist Dennis Scheider um Management und Produktion. Auf dessen Label „Richard-Mohlmann-Records“ sind im vergangenen Jahr übrigens auch die Debütlangrille „No Sleep Until Ostkreuz“ und die EP „Köln-Brüssel-Paris“ erschienen. „Is This What You Call A Fronterlebnis” wurde 2007 noch als Eigenproduktion ausschließlich bei Konzerten und über die Homepage vertrieben, aber diese Zeiten sollten mit „Matterhorn“ eigentlich endgültig vorbei sein.

Denn der neueste Silberling der Westfalen bringt alle Voraussetzungen eines Indie-Hitlieferanten mit! Voller Energie präsentiert sich da etwa „The Body of Lord Douglas“ und dürfte damit zu einem Live-Liebling werden. Die nicht minder treibende Vorabsingle „Into The Wild“ überrascht mit einer deutschsprachigen Passage, die dem Song sehr gut steht. Vielleicht sollten die Jungs mal darüber nachdenken, mehr in ihrer Muttersprache zu texten. „A Place Where You Belong” kommt wieder komplett in Englisch daher, entscheidend ist bei der Nummer jedoch der opulente, unterkühlte Sound, während „The Waves Call Your Name“ und „The Bomb“ mit mehr Tempo und einer Attitüde zwischen Indie und Wave punkten. Mit „This Bed Is A Fortress“ geht’s eingängig und sehr tanzbar weiter: Wo Drums und Bass für einen treibenden Beat sorgen, setzt die Langaxt melodische Indie-Highlights. „Back To School“ lässt es zunächst langsamer angehen, um dann in feinem Geschrammel zu enden. Ein monotoner Takt beherrscht hingegen „Hibernation Is Over“ – ausnahmsweise mal eher ein Stück zum Mitnicken als -tanzen. Überhaupt werden die Jungspunde zum Ende hin etwas ruhiger. Allerdings machen sie dabei nicht den Eindruck als ginge ihnen die Puste aus. Auch „The End of Everything” überzeugt mit Indie-Geschrammel, wobei Henriks sehr spezielle Stimme sich das ein oder andere Mal fast zu überschlagen droht. Pianoklänge, die man bislang gar nicht bei GHOST OF TOM JOAD kannte, beenden „Matterhorn“ bei „Kap Farvel“ auf melancholische Art und Weise.

Die Band, die sich nach einem Track von BRUCE SPRINGSTEEN benannt hat, zeigt deutliche Weiterentwicklungen ihres Sounds, der komplexer und frickeliger geworden ist, dabei aber nicht an Eingängigkeit und Frische verloren hat. Wir sind gespannt, was wir von GHOST OF TOM JOAD noch zu hören bekommen – in dieser Qualität darf’s gern noch mehr werden!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

GHOST OF TOM JOAD - Weitere Rezensionen

Mehr zu GHOST OF TOM JOAD