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GHOST - If you have Ghosts

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Artist GHOST
Title If you have Ghosts
Homepage GHOST
Label SEVEN FOUR ENTERTAINMENT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Mit „If you have Ghosts” veröffentlichen GHOST bzw. GHOST B.C. eine EP, auf der 4 Coverversionen und ein live Titel enthalten sind. Produziert wurde das gute Teil von Niemand Geringerem als Dave Grohl. Die Schweden beweisen mit diesem Tonträger, dass sie wesentlich mehr auf dem Kasten haben, als „nur“ Metal zu spielen. Abwechslungsreich ist es auf jeden Fall geworden, da sie sich Stücke angenommen haben, die nicht mal entfernt aus „ihrem“ Genre stammen.

Als erstes wurde eine neue Version von ROKY ERICKSONs „If you have Ghosts“ gleichsam als Titeltrack eingespielt. Oder eher gesagt, diesem Stück wurde der Typische GHOST-Sound auferlegt. Es erinnert kaum noch an das Original, was eine gute Coverversion in meinen Augen auch ausmachen sollte. Das Keyboard Intro wird mit dem Gesang von Papa Emeritus II. begleitet. Danach stimmen die Gitarren und das Schlagzeug mit ein. Wobei die Saiteninstrumente in den Strophen eher im Hintergrund agieren und das Keyboard mehr hervortritt, im Refrain verschieben sich dann die Akzente. Mit „I am a Marionette“ hat man sich dann bei den schwedischen Landsleuten von ABBA bedient. Auch bei dieser Coverversion hört man das Original kaum noch heraus, einzig im Refrain sind Ähnlichkeiten zu entdecken. Das Stück startet mit einem Schlagzeug-Intro und den GHOST-typischen Chorgesängen. Das Drumming ist hier die treibende Kraft und sorgt auch mit dem Rhythmus-Wechseln zum Refrain hin dafür, dass der Song nie an Geschwindigkeit verliert. Auch nicht bei den instrumentalen Einlagen, die dem Stück eine leicht dunkle Seite verpassen. Mit „Crucified“ wurde sich der wohl bekannteste ARMY OF LOVERS-Hit vorgenommen. Dieser startet abermals mit einem Gitarren Intro, und dem klaren Gesang vom „Papa“. Doch dieser schlägt schnell um in eine eher dunkle Stimmlage, welche auch während der Strophen beibehalten wird, was dieser Bearbeitung einen fast mystischen Klang verleiht. Dazu trägt auch bei, dass in den Strophen das R sehr „gerollt“ wird. Auch die musikalische Umsetzung, gerade im Instrumentalen Bereicht, gibt diesen Eindruck weiter und unterstreicht ihn noch. Währenddessen ist der Refrain doch recht nah am Original gehalten, das jederzeit heraushörbar ist. Die letzte Coverversion ist dann DEPECHE MODEs „Waiting for the night“ . Und auch hier erklingt natürlich wieder der archetypische GHOST-Sound. Dieses Stück geht im Grunde als Ballade durch, klingt aber doch deutlich schwungvoller als das Original. Es ist zwar eines der langsameren Stücke im GHOST-Kosmos, doch musikalisch eines der besten. Der instrumentale Part trägt diesen Song sehr gut, ohne ihn in künstlich in die Länge zu ziehen. Auch hier hört man das Original nicht mehr wirklich raus. Mit der beste Titel dieser EP. Zum Abrunden wurde noch eine Live-Aufnahme von „Secular Haze“ mit drauf gepackt. Diese Version wurde bei einer Show in Brooklyn aufgenommen und macht einfach Lust, die Band live zu erleben. Die Schweden sind halt vor allen anderen Dingen Live Musiker.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass GHOST mit dieser EP die Wartezeit auf das nächste Album etwas verkürzt haben, und damit auch einige neue Hörer dazugewinnen könnten. Der eine oder andere eingefleischte Fan mag sich vielleicht etwas mehr von dieser Veröffentlichung versprochen haben (oder sie für kommerziell halten), aber eine Enttäuschung ist „If you have Ghosts” auf gar keinen Fall, da die Skandinavier mit diesem Werk vor allem beweisen, wie vielseitig sie sein können.

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