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GINA ÉTÉ - Oak Tree (EP)

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Artist GINA ÉTÉ
Title Oak Tree (EP)
Homepage GINA ÉTÉ
Label LAUTER MUSIK
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GINA ÉTE macht seit 2014 Popmusik für eine Zukunft, wo Autos noch immer nicht fliegen können. Sie spielt Viola wie eine Gitarre, singt in vier Sprachen, kommentiert mit ihrem Alternative Pop die gegenwärtige Weltpolitik und natürlich auch Zwischenmenschliches. Im August 2018 war sie mit ihrer dreiköpfigen Band beim Produzenten John Vanderslice (SOPHIE HUNGER, DEATH CAB FOR CUTIE) in San Francisco, um die sieben Songs vermittels Tonband und ohne Computer aufzunehmen, die jetzt auf „Oak Tree“ zu hören sind.

Herausgekommen ist zweifellos keine leichte Formatradio-Kost, sondern ein vielschichtiges musikalisches Sammelsurium, das auch schon mal aneckt und allein durch die unterschiedlichen Sprachen (Deutsch, Schwiizerdütsch, Englisch und Französisch) facettenreich daherkommt. Am eingängigsten ist wohl „Windmill“ geraten, das gut gelaunt aus den Boxen schallt und noch mal als analoger Remix auf dem Silberling vertreten ist. Derweil startet der Sieben-Tracker mit dem Titelstück „Oak Tree“ ein wenig verträumt, bevor das rhythmusbetonte „Mauern“ akzentuierte Störmanöver fährt. „Im Rhy“ ist ein ätherisch wirkendes Lied, das zart zu schweben scheint, aber auch seine kraftvollen Momente hat. Ähnliches gilt auch für „Appart Vide“, allerdings bedient sich die namensgebende Bandleaderin nicht mehr des muttersprachlichen Dialekts, sondern des französischen Idioms. Bleibt noch das fein instrumentierte „Hazel’s Hope“, bei dem nicht nur Ginas Stimme in ungeahnte Höhe geschraubt wird.

GINA ÉTÉ präsentiert sich mit „Oak Tree“ bewusst widerspenstig, aber nie hoffnungslos. Dass die Platte ausgerechnet am Tag des zweiten Schweizer Frauenstreiks erscheint, darf somit wohl auch als klares politisches Statement gewertet werden.

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