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GIVER - Sculpture of Violence

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Artist GIVER
Title S
Homepage GIVER
Label HOLY ROAR RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

„Sculpture of Violence“ ist das zweite Album der 2013 gegründeten Hardcore-Punk-Kapelle GIVER. Beheimatet sich die fünf Mitglieder Robert, Schulze, Tiko, Chris und Benni in Köln, Paderborn und Leipzig und auf die Fahnen hat sich das Quintett einen metallischen Hardcore-Punk mit Aussage geschrieben.

Kernstück der Platte ist der Titeltrack „Sculpture of Violence“, der auf den knackigen Opener „Night Season“ folgt. Ist der Start zunächst vergleichsweise zurückhaltend, gehen GIVER mit dem blitzschnellen „Sculpture of Violence“ direkt in die Vollen. So wird zur treibenden Instrumentierung dann auch gleich mal ordentlich geschrien. Inhaltlich geht es um die (Selbst-)Erkenntnis, dass große Teile der eigenen Identität und Person konstruiert und auf dem Boden vorgefertigter Kategorien geschaffen sind. Ob Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit: um wirklich frei leben zu können, muss man diese Grenzen überwinden. Doch man ist nie nur Opfer von, sondern als Teil von Gesellschaft immer auch mitverantwortlich für das Fortbestehen dieser Barrieren. Eine befreite Gesellschaft ist nur möglich, wenn wir einander gleichberechtigt das sein lassen, was wir sind – so die Combo über den Song. Das straighte „Every Age Has His Dragons (Like An Empire)“ geht mit viel Wumms ins Ohr, während es „The Same Stream“ etwas ruhiger angehen lässt und doomige Ansätze präsentiert, bevor dank „New Gods“ wieder Full Speed angesagt ist. Wie angepisst man sein kann, stellt der Sänger überzeugend bei „Evil Is“ unter Beweis. „These Words Are Rain“ und „Imitation Dreams“ übernehmen mit viel Schmackes, um im Anschluss mit dem krachenden „Longing For Death“ in dunkle Untiefen hinabzusteigen, die zudem von entrückten Klavierakkorden begleitet werden. Am Ende sorgt „Built In The Difference“ für unbedingtes Kopfnicken und schon sind 36 Minuten wie im Flug vergangen.

GIVER und ihr zweiter Streich „Slupture of Violence“ empfehlen sich denjenigen Hardcore-Fans, die auf den US-Hardcore-Sound der mittleren Nuller-Jahre stehen. Genannt seinen hier Bands wie MODERN LIVE IS WAR, HAVE HEART oder BLACKLISTED.

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