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GJÖLL - Way Through Zero

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Artist GJÖLL
Title Way Through Zero
Homepage GJÖLL
Label ANT-ZEN
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

„Woher kommt der Ruf? Wem gehört die Stimme in meinem Kopf? Stammt sie aus einer der Welten, die es meinem Geist offenbar erlauben, sich in lebendigem Fleisch zu suhlen? (…) Jede einzelne Eurer Institutionen ist die Verlängerung meines Schattens und jeder rostige Schatten lehrt mich Hass an sonnigen Tagen“ (Johann Eiriksson und Sigurdur Hardarson, alias Gjöll, 2005)

Aus dem im Eis gefundenen Tagebuch eines Island-Reisenden: „Allesumfassende Dunkelheit. Ich kann den Wind draußen heulen hören. Ein Schreien, ein Kreischen, ein Heulen. Ein Beben an den Wänden meiner Hütte. Eine Druckwelle aus geistgleicher Energie. Ein An- und Abebben, eine Symphonie. Die letzte Kerze ist mir vor langem ausgegangen, ich habe die Fenster mit Brettern abgedichtet. Die Kälte ist unerträglich, sie beißt und frisst sich ihren Weg durch die Decken, die ich über meinen wunden Körper ausgebreitet habe, durch die Schichten aus Kleidung und Haut. Ich bin hierher gekommen, um mit der Vergangenheit zu brechen, um mit mir selbst zu brechen, um die Flagge meines Landes zu verbrennen. Jetzt zweifele ich an allem, verloren auf meinem Weg zum Nullpunkt. Manchmal höre ich ein Flüstern aus dem Nichts, das mich umgibt, ein Flehen in einer Sprache, die ich nicht kenne. Dann wiederum: Kurze Fragmente, ohne Sinnzusammenhang: „Will anyone join me in celebration, when my sight rises from the ashes and spreads it wings?” Verzerrt, hinter einem Schleier aus Kratzen und Rauschen, hinter Mauern aus unendlichem Lärm und sich ewig wiederholenden Rhythmusstrukturen. Wie der Rumpf eines Liedes, bei dem man die Strophe, den Refrain und die Melodie vergessen hat. Wie ein knorriger alter Baum, einsam und störrisch sich in den grauen Himmel streckend, von einem Meer aus Schnee und Eis umgeben Kurz darauf trügerische Ruhe, ein süßes Flirren am blutbewölkten Horizont, ein wortloses Gedicht. Schönheit und die hässliche Fratze des Todes sind sich so nah, so unendlich nah. Und am Ende ist immer Schweigen. Ich werde nach draußen gehen, ich werde mich stellen…“

„Gjöll are two individuals, Jóhann Eiríksson (member of the musical projects REPTILICUS and PRODUCT 8) and writer/ vocalist Sigurður Harðarson (member of the grindcore band FORGARÐUR HELVITIS). “Way Through Zero” (icelandic: ‚leiðin gegnum núllpunkt‘) is their initial release. The music, lyrics and artwork of this CD should be seen as a conceptual work. The lyrics in Icelandic tell a story of a man’s anger evolving. In the end, he realizes that the only way to fight his oppressors is to change one’s perception – power is only existent as long as individuals give it the right to exist. The man finds peace as soon as the vicious circle is broken.” (Presse-Info Ant-Zen zu “Way through Zero”)

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