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GNOD - Mirror

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Artist GNOD
Title Mirror
Homepage GNOD
Label ROCKET RECORDINGS
Leserbewertung
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Roh, aggressiv, dystopisch und nihilistisch… das sind die Attribute, die mir von der ersten Sekunde an bei GNODs neuestem Album „Mirror“ eingefallen sind… und die sich auch bis zum letzten Ton der drei überlangen Stücke exklusiv fortführen. Und selbst eingefleischten Fans der englischen Krautrock-Band dürfte zumindest beim ersten Hören ein Kloss im Hals stecken bleiben. Fanden sich auf früheren Stücken noch Ansätze von Harmonien und klassischen Songarrangements, so liefert „Mirror“ einen ungefilterten und ungeschönten Einblick in die tiefsten Abgründe der Jungs aus Salford. Brachiale Drums, Drones und psychedelisch schaurige Gitarrenlines, die bis ins fast Unerträgliche gezogen und verzerrt werden, bieten einen treffenden Background für den aggressiven und nihilistischen Gesang… sofern man diesen noch als solchen bezeichnen kann

Die Tracks sind 2015 fast komplett auf Tour entstanden… eine entspannte Reise dürfte das sicherlich nicht gewesen sein. Mit „Mirror“ liefern GNOD eine ganz und gar bösartige Attacke, in der bloßen Schärfe so hart wie die frühen SWANS und so kantig wie PUBLIC IMAGE LTD. Eine einschlägige Presse feiert das Album wie seine Vorgänger in den höchsten Tönen, Fans von experimentellem Psychedelic- Rock oder besser gesagt –Metal dürften sicher ihren Gefallen finden. Allen anderen werden vor so viel lärmenden Dissonanzen nur die Ohren schlackern. Die volle Länge des Albums verlangt dem Hörer einiges ab. Wer über den ersten Track hinaus kommt, darf sich uneingeschränkt Fan nennen. Alle anderen brauchen nicht traurig sein, das schaffen nicht viele.

„Mirror“ erscheint neben der CD-Version auch als schwarzes und weißes Vinyl. Für einen gemütlichen Musikabend nicht geeignet.

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